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Design oder Nichtsein- unsere Fernseher sollen schöner werden

08/08/2017 10:51 CEST | Aktualisiert 08/08/2017 10:58 CEST

Das Design unserer neuen Fernseher wird wichtiger. Denn die Hersteller haben sonst nun wirklich alles versucht. Sie haben uns bombardiert mit zahllosen Begriffen wie HDR, Oled, Qled, HEVC, Nits und was weiß ich- genutzt hat es nichts. Also, den Herstellern. Uns Kunden schon. Wir haben größere und schärfere Bilder mit mehr Kontrast. Bessere Betriebssysteme. Und bezahlen im Durchschnitt für einen neuen Fernseher so wenig wie nie- so um die 600 Euro. Das aber ist wohl eigentlich nicht ausreichend, wenn Hersteller und Handel sich auskömmlich mit einer schönen Gewinnspanne refinanzieren wollen.

Zum Beispiel wird LG's "Wallpaper TV" noch pünktlich zur im September bevorstehenden "IFA 2017" im Handel zu haben sein. Das nur 2,57 mm dünne Oled-Panel hat die beeindruckende Bildschirmdiagonale von 77 Zoll (195 Zentimeter) und wird mit Hilfe magnetischer Klammern direkt an der Wand montiert. Wunderschön. Ein Designer-Stück für Liebhaber. Also deutlich teurer. Und genau solche Smart-TV werden wohl zur kommenden altehrwürdigen Berliner Funkausstellung im Mittelpunkt stehen.

Auch der koreanische Rivale Samsung hat Ideen dazu und mit "The Frame" ab sofort ebenfalls "Design-Fernseher" im Handel. "The Frame richtet sich an Kunden, die sich mit dem klassischen Fernseherdesign nicht zufrieden geben wollen. Statt wie ein traditioneller Fernseher als schwarze Fläche das Wohnzimmer zu dominieren, wird 'The Frame' im 'Art Mode' zum Kunstwerk und tritt auf spektakuläre Weise den Beweis an, dass der TV als digitale Galerie funktionieren kann", sagt Kai Hillebrandt, "Vice President Consumer Electronics" der Samsung Electronics GmbH.

Was er meint: Man kann ihn, wie LG's "Wallpaper", an die Wand hängen. Im "Art Mode" verwandelt sich "The Frame" dann in einen Rahmen, der mit digitaler Kunst oder persönlichen Motiven bespielt werden kann. Aus über 100 Werken der Samsung Collection können die Nutzer kostenfrei Kunstwerke auswählen.

Die gfu Consumer & Home Electronics GmbH hat im Vorfeld der IFA 2017 unsere Konsum-Trends untersuchen lassen und fand in Sachen Fernseher etwas sehr interessantes heraus: Es gibt eine "große Lücke" beim Vergleich unserer "Ausgabe-Bereitschaft" als Kunden bei Fernsehgeräten und den tatsächlich beim Kauf ausgegebenen Summen.

600 Euro würden im Durchschnitt bezahlt- die im Rahmen der Studie befragten Bürger wären aber eigentlich bereit, zwischen 800 und 900 Euro für das nächste Fernsehgerät auszugeben. 43 Prozent (im Vorjahr 30 %) seien sogar bereit, mehr als 1.000 Euro auszugeben und elf Prozent würden über 1.400 Euro investieren.

"Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft in vollem Umfang abzurufen", so gfu-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Kamp. "An der Leistungsfähigkeit und der Ausstattung der Geräte ist dies nicht festzumachen, denn mit Ultra HD und großen Bild-Diagonalen gibt es ausreichend Argumente in der Kaufberatung, was unsere Studie auch belegt."

Na dann, liebe Konsumenten: Die IFA 2017 naht und unsere Welt soll schöner werden. Öffnet eure Herzen und Geldbeutel und schaut im Elektronik-Markt oder im Internet nicht immer nur nach Prozenten und Rabatt.

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