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USA: Unterstützung für Todesstrafe sinkt

04/10/2016 03:17 CEST | Aktualisiert 04/10/2017 11:12 CEST

Eine Umfrage des PewResearchCenter hat ergeben, dass die Befürwortung der Todesstrafe sich immer mehr verringert.

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Einem Erdrutsch gleich

Im März 2015 votierten noch 56%  für die Todesstrafe. Nach der neuesten Umfrage ist die Zahl der Befürworter in den USA nun auf 49% gesunken und 42% der Befragten sind dagegen. Untersucht man die Entwicklung seit den 90er Jahren, so kommen die jetzigen Umfrageergebnisse einem Erdrutsch gleich. Damals votierten in der Mitte des Jahrzehnts 80% für die Höchststrafe. Dabei gibt es bei den Anhängern der Demokraten mit 34% erheblich weniger Anhänger der Todesstrafe als bei den Republikanern mit 72%.

Auffallend in den Ergebnissen ist auch, dass viel weniger Frauen für die Hinrichtungen sind als Männer und jüngere Menschen eher gegen die Todesstrafe.

Weitere Details in der Quelle: http://deathpenaltynews.blogspot.de/2016/09/usa-support-for-death-penalty-lowest-in.html

Derzeit scheint den US-Staaten, die diese martialische Strafe noch ausführen, die Basis wegzubrechen.

Auch in Florida gibt es Hoffnung.

Dort sind seit Anfang diesen Jahres sämtliche Hinrichtungen abgesagt worden. Es besteht die Chance, dass evtl. einem Großteil der Gefangenen ihr Todesurteil in Lebenslänglich umgewandelt wird. Davon wäre auch der von der IHfL betreute Lancelot Armstrong betroffen.

Siehe: Urteil des Obersten Gerichts der USA zeigt erste Auswirkungen

Weitere Informationen zum Thema Todesstrafe: lancelotarmstrong.wordpress.com