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Georgia ermordet wieder Gefangenen

23/11/2015 15:57 CET | Aktualisiert 23/11/2016 11:12 CET
drxy via Getty Images

Marcus Ray Johnson hingerichtet

Am Donnerstag Abend wurde Marcus Ray Johnson (50) im US-Bundesstaat Georgia durch eine tödliche Injektion exekutiert. Erst Ende September diesen Jahres ermordete der US-Staat Kelly Gissendaner und nahm damit ihren Kindern die Mutter. Marcus Ray Johnson wurde zum Tode verurteilt für den Mord an Angela Sizemore (34) im März 1994.

Nachdem Johnson an seinem Hinrichtungstag Besuch von mehreren Personen, darunter ein Anwalt und fünf Familienmitglieder, empfangen hatte, wurde er in eine Zelle gebracht, direkt neben der Todeskammer. Seine Bitte, zu seiner letzten Mahlzeit ein Sixpack Bier zu bekommen, wurde abgelehnt, da dies gegen die Vorschriften verstoßen würde. Stattdessen erhielt er das gleiche Essen wie andere Gefangene. Er weigerte sich jedoch dies zu essen. Vor dem Hinrichtungsort hatten sich Todesstrafengegner versammelt, um gegen die Hinrichtung zu protestieren.

Johnson ist der 27. Hingerichtete Gefangene in den USA in diesem Jahr. Mit ihm wurden, seit Wiedereinführung der Exekutionen in den USA seit 1977 bis heute, 1421 Menschen im Namen des Gesetzes ermordet.

Insgesamt haben derzeit die Hinrichtungen in den USA, aufs Jahr gesehen, abgenommen, was für die Angehörigen und Freunde der Exekutierten aber kaum ein Trost sein wird. Der Rückgang der Hinrichtungen ist auch teils darauf zurückzuführen, dass viele Gefangene gegen Hinrichtungen mit Midazolam geklagt haben, nachdem dabei vieles „schief" gegangen war. Mit anderen Worten, einige Gefangene einen grausamen Foltertod gestorben waren.

Siehe z.B. den Fall von Clayton Lockett:

Zu Tode gefoltert

Mit Elektroschocker zur Schlachtbank

Clayton Lockett - Die grausamen Details>

Video:„Dramatischer Anstieg": Todesstrafe: In diesen Ländern tötet der Staat immer noch Menschen

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