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Todesstrafe: Petition für Robert Roberson

10/03/2016 09:54 CET | Aktualisiert 11/03/2017 11:12 CET
Barry Downard via Getty Images

Texas: Hinrichtung am 21.Juni

Kein Staat in den USA vollstreckt mehr Todesurteile als Texas. Dort herrscht eine grausame Todesmaschinerie, die kaum aufzuhalten scheint. Diesmal soll Robert Roberson III diesem staatlichen Mord zum Opfer fallen. Doch wer denkt, dieses grausame Schicksal treffe einen Schuldigen, könnte irren. Robert Roberson wurde am 21. Februar 2003 zum Tode verurteilt, weil er seine 2 Jahre alte Tochter Nikki getötet haben soll. Dabei wird ihm unterstellt, er hätte wissentlich ihren Tod herbeigeführt. Aber es kommt noch schlimmer. Der Staatsanwalt wirft ihm vor, das kleine Mädchen auch noch vergewaltigt zu haben. 2015-11-12-1447332656-6784274-Facebook2.jpg Angeblich wurde dies von einer Krankenschwester bestätigt, die eine Erstuntersuchung vornahm. Jedoch wurden bei der Autopsie keine entsprechenden Hinweise gefunden!  Dies hinderte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht daran, weiterhin über diese unbewiesenen Behauptung zu sprechen. Zudem behauptet Robert Roberson seit 2004, dass nicht er, sondern die Schwester seiner ehemaligen Freundin das Kind geschüttelt habe. Roberson leidet seit einem Autounfall an einer schweren Gehirnverletzung und war infolgedessen nicht in der Lage richtig zu handeln, nachdem das Kind verletzt wurde. Er musste erst bei seiner Mutter telefonisch nachfragen, was er tun solle.
Bei der Autopsie wurden keine entsprechenden Hinweise gefunden.
Sie riet ihm mit dem Kind ins Krankenhaus zu gehen, was er dann auch tat. Dort starb es an seinen Verletzungen. Der Psychiater der Verteidigung durfte in der Schuld-Unschuld-Phase des Prozesses nicht aussagen. Dr. Janet Squires, eine am Gerichts zugelassene Kinderärtzin, sagte als Zeugin der Anklage, sie hätte das Mädchen kurz vor ihrem Tod untersucht und dabei nicht nachweisen können, dass die Verletzungen vorsätzlich entstanden seien. Wir können hier natürlich nicht die Frage klären, ob Roberson unschuldig ist am Tod seiner Tochter, aber offensichtlich gibt es viele Ungereimtheiten in Robersons Fall. Auch sind wir entschieden gegen die Todesstrafe. Darum bitten wir unsere Leser folgende Petition für Robert Roberson zu unterzeichnen: https://www.change.org/p/governor-greg-abbott-and-texas-board-of-pardons-and-paroles-no-execution-for-robert-roberson-in-texasAuch auf HuffPost:

Video:„Dramatischer Anstieg": Todesstrafe: In diesen Ländern tötet der Staat immer noch Menschen

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