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Rassismus: Hinrichtung in Georgia

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Eines der Jurymitglieder, das über Leben und Tod von Keith Leroy Tharpe (59) mitbestimmte fragt: „Haben Menschen mit dunkler Hautfarbe eine Seele?". Keith Leroy Tharpe wird der Mord an einer Frau im Jahr 1990 in Jackson County vorgeworfen und hat dafür die Todesstrafe im Jahr 1991 erhalten. Seine Hinrichtung ist für den 26. September 2017 geplant.
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Bei dem zum Tode Verurteilten handelt es sich um einen „geistig Behinderten", der eigentlich aufgrund seiner Behinderung nicht exekutiert werden dürfte, laut der Verfassung der USA. Jedoch legt der US-Bundesstaat Georgia die Messleiste für geistige Behinderung so restriktiv an, dass kaum jemand unter das Gebot der Verfassung fällt.

Tharpe erlebt nun seit 26 Jahren die Todestraktfolter, immer seine mögliche Exekution vor Augen. Es stellt sich unmittelbar die Frage nach dem Sinn einer solchen jahrzehntelangen Tortur eines Menschen. Das Argument der Abschreckung ist längst widerlegt. Was bleibt ist ein grausames Ritual mit dem Ziel einem Menschen das Menschsein abzusprechen und ihn einem Tier gleich töten... Wahrscheinlich braucht der „anständige" Mensch diese Menschenopfer, um sich seine „Reinheit" immer wieder aufs neue zu bestätigen. Das schmutzige Geschäft des Henkers als Waschmittel einer verkommenen Gesellschaft, die ihre Verbrechen an der Natur und der Menschheit versucht zu verbergen, auch indem sie mit dem Finger auf „DEN DA" zeigt - ja, ihn tötet...

Gnadengesuche können an das Georgia Board of Pardons and Paroles gerichtet werden:
Über Mail unter: clemency_info@pap.state.ga.us
Über Twitter: http://twitter.com/GA_ParoleBoard

Sowie an den Gouverneur von Georgia über Twitter:
https://twitter.com/GovernorDeal

Weitere Infos zum Thema Todesstrafe: lancelotarmstrong.wordpress.com