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Kampf um Lancelot Armstrongs Leben

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DEATH ROW
Stephen Lam / Reuters
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Neue Hoffnung dank Bundesgerichtsurteil

Das Oberste Gericht von Florida hat Post von Lancelot Armstrongs Pflichtverteidigung bekommen. Dabei geht es nicht um seine Unschuld, die er stets beteuert, sondern um ein Urteil des Obersten Gerichts der USA, welches die Verurteilungspraxis in Florida für Verfassungswidrig erklärt hat.

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Jetzt hat seine Pflichtverteidigung entsprechend reagiert. Dies würde zwar nichts an der Inhaftierung Lancelot Armstrongs ändern, aber das Todesurteil gegen ihn müsste umgewandelt werden, z.B. in Lebenslänglich ohne Recht auf Gnade. In Armstrongs Verfahren entschied die Jury mit 9 zu 3 Stimmen gegen ihn.

Daraufhin verurteilte der Richter ihn zum Tode. Jetzt ist natürlich die Hoffnung auch bei seinen Freunden in Deutschland groß, dass seine Hinrichtung nun verhindert werden kann. Hier geht es zu dem Originaldokument*, dass uns Lancelot Armstrong zur Verfügung gestellt hat.

Gerichtsregeln Verfassungswidrig!

Das Oberste Gericht der USA hat in einer 8 zu 1 Abstimmung die Regeln bei Verurteilungen zum Tode in Florida für verfassungswidrig erklärt. Diese Entscheidung wurde in dem Verfahren Timothy Lee Hurst gegen Florida gefällt. Das US Supreme Court kritisiert, dass das Rechtssystem in Florida den Richtern zu viel Macht einräume, bei der Entscheidung die Todesstrafe zu verhängen.

In ihrer Entscheidung erklärten die Richter die entsprechenden Regeln Floridas für verfassungswidrig, weil die Juroren dort lediglich eine beratende Funktion ausübten. Die staatlichen Vorschriften Floridas verlangen vom Richter die endgültige Entscheidung zu treffen.

In fast allen Staaten der USA, in denen noch die Todesstrafe existiert, darf ein Angeklagter nur zum Tode verurteilt werden, wenn die Jury einstimmig gegen ihn entscheidet. Inzwischen hat der Gesetzgeber in Florida reagiert und ein neues Gesetz beschlossen, nachdem zukünftig der Richter die Höchststrafe verhängen kann, ab einem Abstimmungsergebnis von 10 zu 2 Stimmen durch die Jury.

Ob diese Regelung vor dem Obersten Gericht der USA standhält bleibt abzuwarten.

An dieser Stelle möchte ich auf die vielen Möglichkeiten hinweisen, Lancelot Armstrong bei seinem Kampf um sein Leben und die Wahrheit zu unterstützen. Denn nach wie vor, kann er sich keinen Anwalt leisten und die Pflichtverteidigung kann und darf nicht viel für ihn tun. Hinzu kommt die unerträgliche Folter im Todestrakt.

Die Häftlinge müssen in Einzelzellen den ganzen Tag alleine verbringen und sie erhalten Nahrung, die den Namen Narung nicht verdient. Aber auch die medizinische Versorgung lässt mehr als zu wünschen übrig. Hier schreibt Lancelot Armstrong über diese Bedingungen: Essen das krank macht. Ein schneller und einfacher Weg zu helfen wäre z.B. dieser hier:

Aber auch auf unserer Webseite gibt es umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten.

Auf der Lancelot-Armstrong-Galerie können seine Gemälde bestellt werden.

Für Personen, die Lancelot Armstrong nachhaltig beistehen wollen, bieten wir ein Patenschaftsprogramm an.

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