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Europarat bedauert Exekutionen in den USA

16/02/2016 14:53 CET | Aktualisiert 16/02/2017 11:12 CET
JOHN THYS via Getty Images

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Das Ministerkomitee des Europarates bedauert die Hinrichtung von fünf zunächst in den Todeszellen gefolterten Gefangenen, die seit Jahresanfang in den USA hingerichtet wurden, wie die stuttgarter-nachrichten berichten.

In einer Stellungnahme wurde mitgeteilt, die USA sollten zunächst das Töten aussetzen, um dann die Todesstrafe abzuschaffen. Der Europarat ist das höchste Entscheidungsorgan der Staatenorganisation mit 47 Mitgliedsländern. Weiter teilte das Gremium mit,  die Todesstrafe widerspräche der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Es wäre zu wünschen, dass die Stimmen aus Europa lauter werden. Ein "Bedauern" scheint doch eindeutig zu wenig zu sein. Aber dies ist weit verbreitete Politik in Europa bei diesem Thema. Anstatt klare deutliche Worte in Richtung USA zu schicken und vor allem diesen Worten auch Taten folgen zu lassen, begnügt man sich mit einem "Bedauern" und fasst den "großen Bruder" lieber mit Samthandschuhen an. Allerdings, und das sei hier auch erwähnt, weigert sich Europa Medikamente in die USA zu exportieren, wenn sie für Tötungen missbraucht werden sollen.

Aktuell wird in Europa die Todesstrafe noch in Weißrussland vollstreckt.

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