BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Peter Koch Headshot

Die Hölle in der Hölle des Todestraktes

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Vor kurzem erreichte mich ein Bericht über den besonderen Bestrafungsbereich im Todestrakt von Lousiana. Aber nicht nur die Gefangenen des Todestraktes werden dort einer besonderen "Behandlung" unterzogen, sondern auch die anderen Häftlinge des Gefängnisses namens "Angola". Schon die kleinste Verfehlung eines Häftlings reicht aus. um in dieser "Hölle in der Hölle" zu landen. Die folgenden Details berichtete mir die Freundin eines Gefangenen im Todestrakt.

Wir hatten schon öfter über die unhaltbaren Umstände in den Todestrakten der USA berichtet (siehe z.B.: http://wp.me/p2X1th-1IB).

Ich möchte hier den Inhalt des Berichtes kurz skizzieren:

Es gibt eine Liste von Regeln im Todestrakt von Lousiana, dort werden diese Regeln besonders scharf überwacht. Es reichen oft die kleinsten "Vergehen" um in den besonderen Bestrafungsbereich zu kommen. So kann es passieren, dass das bloße vergessen die Schmutzwäsche zu einem bestimmten Zeitpunkt herauszulegen, schwer bestraft wird. Ja es scheint so, dass teils Bedienstete solche "Vergehen" förmlich versuchen zu provozieren.

In dem Straflager wurden die Zellen durch eine Wand geteilt, und so entstanden extrem kleine "Hundehütten", Isolationszellen. Innerhalb dieser Minizellen gibt es noch mal einen besonderen Bereich, in dem man nur stehen kann. Zum Schlafen gibt es ein Metallgestell ohne Matratze, Kissen oder Bettdecke. Auch wird das Schlafen in der Nacht durch den Krach in diesem Gefängnisbereich fast unmöglich, da immer wieder Reizgas gegen die Gefangenen eingesetzt wird, was laute Schreie der Betroffenen zur Folge hat. Aber auch die Gefangenen in der Nähe des Reizgaseinsatzes leiden dann unter entsprechenden Beschwerden... So wurde berichtet, dass der Gefangene, über den wir Informationen erhalten haben, bereits nach einem Tag unter Husten, Halsschmerzen, Atemnot und brennenden Augen litt.

Der selbsternannte "Weltpolizist" USA foltert teils in seinen eigenen Gefängnissen und führt sich in der Welt als Ordnungsmacht auf. Es wäre an der Zeit, dass die USA erst einmal in ihrem eigenen Land für Ordnung sorgen und bewirken, dass die Menschenrechtsverletzungen in den Gefängnissen der Vergangenheit angehören.

Hier geht es zum ausführlichen Originalbericht: http://wp.me/p2X1th-2uB