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Tinnitus: Wenn Stress auf die Ohren geht

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2017-08-24-1503562342-6173719-749124_original_R_K_B_by_GilaHanssen_pixelio.de.jpgFoto: Gila Hanssen/pixelio

Tausend Termine im Hinterkopf, wieder keine Zeit für die Mittagspause, in letzter Minute zum Zug - und plötzlich ist er da: Ein monotoner Ton, den sonst keiner hört. Ein Tinnitus, also ein Geräusch im Ohr, das von keiner Schallquelle außerhalb des eigenen Körpers stammt, kann beängstigend wirken und sich auf Dauer zu einer großen Belastung für Betroffene entwickeln. Viele klagen über Schlaflosigkeit oder Konzentrationsstörungen.

Das Beste, was Betroffene in dieser Situation tun können, ist, den Stress zu reduzieren. Denn das Klingeln, Klopfen, Pfeifen oder Brummen ist vor allem eines: ein Warnsignal des Körpers. Wer im Alltag viel Verantwortung trägt oder ein hohes Arbeitspensum bewältigt, schüttet vermehrt Stresshormone aus. Dies kann unter anderem zu erhöhtem Blutdruck oder Innenohrdruck führen. Der Dauerton im Ohr kann eine Folge sein.

Damit der Tinnitus nicht für immer bleibt, sollten Betroffene, die Ohrgeräusche länger als 24 Stunden wahrnehmen, ihren Hausarzt oder einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Denn in den ersten drei Monaten - der sogenannten akuten Phase - ist ein Tinnitus noch gut behandelbar.

Zur unterstützenden Therapie werden dann häufig pflanzliche Präparate mit Extrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baumes angewandt. Der Wirkstoff fördert die Durchblutung der Gefäße im Innenohr und verbessert so die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Auf diese Weise kann die Regeneration der kleinsten Gefäße im Ohr unterstützt und eine schnellere Besserung des Tinnitus ermöglicht werden.

Rund 80 Prozent der Fälle von akutem Tinnitus können geheilt werden. Ist der Tinnitus nach sechsmonatiger Therapie immer noch zu hören, ist davon auszugehen, dass er für immer bleibt. Entspannungstechniken wie Qi Gong oder Autogenes Training, Sport oder Biofeedbackmethoden können dann helfen, das Ohrgeräusch immer weiter in den Hintergrund zu drängen. Der Tinnitus verliert an Präsenz und an Relevanz im eigenen Leben.

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