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Sechs Fische mit faszinierenden Talenten

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Fische sind fühlende und denkende Wesen mit beeindruckenden Fähigkeiten. Sie spüren Schmerz und Freude, sind intelligent und sich ihrer selbst bewusst. Was Sie über Fische noch nicht gewusst haben? Sie sind echte Ausnahmetalente...

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©iStock / ifish

1. Der Türsteher: Wer als Kind mal über einen Zaun kletterte, um Äpfel zu stehlen, kennt es - einer muss Wache schieben. Auch unter Fischen ist dieses Prinzip verbreitet: Kaninchenfische wechseln sich untereinander ab zwischen Wache halten und Essen besorgen.

2. Der Musikfan: Mozart, Tschaikowski und Händel klingt alles gleich? Goldfische sind uns weit voraus: Sie haben ein musikalisches Ohr und können zwischen Bach und Strawinsky unterscheiden.

3. Der Angsthase: Jeder reagiert anders auf Angst und während viele Menschen schreien, macht auch der Gelbe Grunzerfisch sich lautstark bemerkbar: Er reibt seine Zähne hörbar aneinander, wenn er Angst oder Schmerz spürt.

4. Der Kumpel: Es gibt Rifffische, die individuelle Taucher erkennen und angeschwommen kommen, um gestreichelt zu werden - wie Hunde!

5. Das Navigations-Genie: Einige Knochenfische finden nachts ihren Weg dank dünner Sinneshärchen an ihren Schuppen, mit denen sie Druckveränderungen wahrnehmen. Fische, die über elektrische Signale kommunizieren, verändern die Frequenz, wenn sie sich anderen Fischen mit derselben Frequenz nähern, um einander nicht zu stören.

6. Der Nerd: Der Zahnlippfisch ist so intelligent, dass er sogar einen mehrschichtigen Plan zur Nahrungsaufnahme verfolgt. Er bläst Wasser auf eine mit Sand bedeckte Muschel, um sie auszugraben. Anschließend transportiert er sie zu einem Stein, um die Schale zu zertrümmern und die Muschel zu verspeisen.

Fische sind interessante, empfindsame Wesen und trotzdem töten wir jährlich 2 Billionen ihrer Art. Insbesondere in der kommerziellen Fischerei ist die Tötung der Tiere grauenvoll, denn die meisten ersticken qualvoll oder werden zerquetscht. Aufgrund des enormen Druckunterschieds zwischen Wasser und Land reißt ihre Schwimmblase, der Magen quillt ihnen aus dem Mund und die Augen aus den Höhlen, während sie langsam über Minuten oder Stunden ersticken.

„Dank bahnbrechender Ergebnisse in der Ethologie, Sozialbiologie, Neurobiologie und Ökologie verstehen wir nun besser, wie die Welt für Fische aussieht", sagte Jonathan Balcombe in einem Interview. Er ist Autor des Buchs „What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins" und spricht sich dafür aus, fühlende Wesen unter moralischen Schutz zu stellen. So sollte sich jeder fragen, ob der Kumpel, der Nerd und der Musikfan wirklich auf den Teller gehören.

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