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Profit vor Tierwohl: Tote und verletzte Tiere in Zoohandlung

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In der US-amerikanischen Zoofachhandelskette „Petco" deckt ein Informant schreckliche ZustĂ€nde auf: „Ich habe den Anblick kranker und sterbender Tiere satt", sagt er und packt aus.

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In nur einer Woche starben zwei Leguane und ein ChamĂ€leon an Atemwegsinfektionen. In den Aquarien mit automatischer FĂŒtterung sterben ebenfalls regelmĂ€ĂŸig dutzende Tiere. Kranke Fische empfiehlt die GeschĂ€ftsfĂŒhrung durch Einfrieren zu töten. Über einen Monat habe sie sich zudem geweigert, frisches GemĂŒse fĂŒr Leguane, Meerschweinchen und Schildkröten zu kaufen. Auch ein Python bekam in der Zoohandlung in den USA sichtlich zu wenig Nahrung: Hochgradig abgemagert verstarb das Tier Anfang Juni 2016, nachdem es kein einziges Mal einem Tierarzt vorgestellt wurde, so der Whistleblower.

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Schlangenfutter statt Tierarzt

Keinem der Petco-Tiere wird Ă€rztliche Versorgung zuteil: Eine Maus, die bei einem Angriff durch eine andere Maus verletzt wurde, verkaufte Petco letztlich als Lebendfutter fĂŒr Schlangen. Solche Angriffe kommen unter gut versorgten MĂ€usen selten vor. Stehen die Tiere jedoch unter Stress, beispielsweise durch ĂŒberfĂŒllte Behausungen, werden sie praktisch gezwungen miteinander zu konkurrieren, um ihre grundlegenden BedĂŒrfnisse zu decken. So kommt es zu KĂ€mpfen.

Trotz Einsicht keine Besserung

Seit mehr als zehn Jahren werden Beschwerden von Petco-Kunden oder Mitarbeitern laut, die leidende oder sterbende Tiere umfassen. PETA USA ließ den Verantwortlichen der Zoohandlung sogar monatliche Berichte zukommen mit Zahlen der verstorbenen Tiere. Doch nach wie vor steht laut Petco-Mitarbeitern der Profit vor dem Wohl der Tiere. Auch nachdem Petco einen Bezirksleiter in eine betroffene Filiale schickte und dieser dringenden Bedarf fĂŒr zusĂ€tzliche Fortbildungen dokumentierte, besteht laut PETA-Informationen nach wie vor kein zusĂ€tzliches Angebot fĂŒr Mitarbeiterschulungen in der Zoohandlung. Der Informant: „Es wurde uns nahegelegt, an allen Ecken und Enden zu sparen. [...] Das Unternehmen sagt zwar, dass die Tiere höchste PrioritĂ€t einnehmen, aber in Wahrheit steht der Profit an erster Stelle."

Solche ZustÀnde sind kein Einzelfall. Auch in Deutschland ist der Heimtierhandel letztlich ein Industriezweig.

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