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Grausame Pläne für Pferdefleisch: Lebend-Transporte von Polen nach Japan

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HORSE TRUCK
Susana Vera / Reuters
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Pferde sollen bis zu 30 Tage lang auf Schiffen von Polen nach Japan transportiert werden. Eine Reise, die viele Tiere vermutlich nicht überleben werden. Der Grund? Ein Pferdefleisch-Abkommen zwischen den beiden Ländern.

Der Export von Pferdefleisch aus Polen nach Japan nimmt eine neue Form an: Nachdem der Generaldirektor der Veterinärdienste Anfang des Jahres bekannt gab, dass das Abkommen bezüglich des Pferdefleisch-Exports unterzeichnet wurde, zeichnet sich nun ab, dass das nicht alles war: Aktuell werden Gespräche zum Export lebendiger Pferde nach Japan geführt.

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Pferde sollen Schifftransporte von bis zu 30 Tagen durchstehen - zumindest wird diese Transportmethode momentan noch in Betracht gezogen. Viele der Tiere werden diese Reise nicht überleben. Medienberichten zufolge wird auch über Flugzeugtransporte nachgedacht, doch auch diese Beförderung ist ein hoher Stressfaktor für die Tiere. Es zeigte sich, dass Pferde während eines zehnstündigen Transportes bis zu fünf Prozent ihres Körpergewichts verlieren können. Umgerechnet auf einen 80 Kilogramm schweren Menschen, wären das vier Kilogramm in dieser kurzen Zeit.

Während des Pferdetransports über eine solche Strecke ist es beinahe unmöglich, die Tierschutznormen einzuhalten oder gar zu überprüfen. Und auch nach der Reise erwartet die Tiere ein blutiges Schicksal: Undercover-Recherchen zeigen, wie grausam es in Japans Schlachthöfen zugeht.

Nicht nur die Transporte stehen in der Kritik - laut einer Umfrage sprechen sich zwei Drittel der polnischen Bevölkerung für eine Änderung des Tierschutzgesetzes aus, die das Töten von Pferden zu Ernährungszwecken verbietet und sie als tierische Gefährten einstuft. In den Gesprächen der Regierung werden diese Stimmen übergangen. PETA Deutschland und Otwarte Klatki appellieren daher in einem Brief an den polnischen Präsidenten, die Umfrageergebnisse mit einzubeziehen.

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