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Dresden boomt - Und du kannst daran teilhaben

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DRESDEN
Nikada via Getty Images
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Dieser Text erschien in Zusammenarbeit mit Dennis Berse

Nach Ende des zweiten Weltkrieges waren 60 Prozent von Dresden stark beschädigt. Diese Ruinen wurden in der DDR abgetragen und größtenteils durch unattraktive Plattenbauten ersetzt. Noch immer verbinden viele Menschen diese Ereignisse mit der Stadt im Osten Deutschlands.

In vielen Köpfen spukt noch immer die Erinnerung an eine zerstörte Stadt, die zu DDR-Zeiten zweckmäßig und teilweise notdürftig wieder hergestellt wurde. Doch Dresden ist längst nicht mehr das hässliche Entlein, sondern entwickelte sich in den Jahren nach der Wende und insbesondere nach der Jahrtausendwende zum schönen Schwan.

Seit geraumer Zeit boomt die Hauptstadt Sachsens. Dresden galt bereits kurz nach der Wende als Beispiel für eine gelungene Restaurierung. Die Sonder-AfA (Absetzung für Abnutzung von Wohngebäuden), die Investoren für ihre Steuererklärung geltend machen konnten, führten zu einer erhöhten Investition von Privatanlegern in den Wohnungsmarkt und tat ihr Übriges.

Privatanlegern war es somit möglich, bei dem Kauf einer Neubauwohnung innerhalb von fünf Jahren 60 Prozent der Kosten abzusetzen. Im Westen waren zu dieser Zeit lediglich 58 Prozent über einen Zeitraum von zehn Jahren absetzbar. Es ist somit nicht nur Geld aus dem Solidaritätszuschlag in den Aufbau des Ostens geflossen, sondern auch viel Vermögen von Privatanlegern.

Dresden floriert immer weiter und gilt mittlerweile als einer der zukunftsträchtigsten Standorte Deutschlands. Gerade in Sachen Bildung ist Dresden ein Vorreiter. Über 42.000 Studenten studieren an zwei Universitäten, drei Hochschulen und einer Fachschule.

Dabei liegen die Schwerpunkte der Technischen Universität Dresden in den Bereichen Kultur und gesellschaftlicher Wandel, Gesundheitswissenschaften, Biomedizin und Bioengineering, Informationstechnologien und Mikroelektronik, intelligente Werkstoffe und Strukturen sowie Energie, Mobilität und Umwelt.

Gerade der Bereich der Mikroelektronik ist für Dresden von hoher Bedeutung. Die Stadt gilt als größter Standort für Mikroelektronik in Europa und beherbergt ca. 1.500 Unternehmen mit ungefähr 50.000 Menschen. Inzwischen kommt jeder zweite in Europa gefertigte Chip aus Dresden.

Als Folge daraus plant das Unternehmen Bosch ein neues Werk zur Herstellung von Chips für vernetzte Geräte und für die Automobilindustrie. Der MDR spricht dabei von einer Milliardeninvestition. Alleine durch die Investition Boschs sollen 700 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bosch ist dabei in guter Gesellschaft. In Dresden ist inzwischen eine Vielzahl an bekannten Firmen vertreten. Neben Linde, Radeberger, Elbe-Flugzeugwerke, Infineon sowie T-Systems Multimedia Solutions ist auch VW mit seiner gläsernen Manufaktur vertreten.

Darüber hinaus hat der Automobilhersteller Dresden unlängst als Elektromobilitätsstadt auserkoren. Dresden soll somit zur Modellstadt für Elektromobilität, Digitalisierung und innovatives Fuhrpark-Management ausgebaut werden.

Dresden stellt sich schnell auf neue Trends ein und ist somit äußerst zukunftsträchtig. So möchte Philip Morris dort eine neue Fabrik errichten und nimmt dafür 290 Millionen Euro in die Hand. Es sollen Tabaksticks für IQOS, ein elektrisches Tabakerhitzersystem, hergestellt werden.

Hierfür werden bis 2019 zusätzliche 500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Dresden boomt. Das Bild von der zerbombten Innenstadt und herunter gewirtschafteten Fabrikgebäuden ist längst nicht mehr aktuell. Heute ist die Stadt höchst modern und zukunftsorientiert.

Mit einer öffentlichen Verschuldung von nur 1.367 € pro Einwohner (Deutsche/Hypo, 2016) und einem gleichzeitig prognostizierten Wachstum bis 2030 von + 8,4 % (Deutsche/Hypo, 2016) wird Dresden voraussichtlich auch in Zukunft weiter Fahrt aufnehmen und zukünftig für die Wirtschaft, Forschung und für die Einwohner noch interessanter werden.

Positiv ist, dass sich bisher die Mietpreise sowie die Preise fĂĽr den Kauf von Eigentumswohnungen noch nicht an den Preisen des Westens orientiert haben

Somit stellt Dresden gerade für Studenten und junge Arbeitnehmer einen äußerst interessanten Standort dar. Bereits mit vergleichsweise wenig Geld kann dort ein hoher Lebensstandard erreicht werden. Durch die niedrigen Kaufpreise, die positiven demographischen Daten und durchgehende Investitionen in die Stadt ist Dresden auch für Investoren von höchster Bedeutung.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre kann dort mit einer starken Kaufpreiserhöhung sowie Mietsteigerungen gerechnet werden. Wer früh genug investiert, wird sich zu einem späteren Zeitpunkt freuen. Dresden ist das Paradebeispiel für den Aufbau Ost und wird auch zukünftig Eckpfeiler des Wandels in Deutschland sein.

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