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10 überraschende Fakten über Botox

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BOTOX
Shannon Stapleton / Reuters
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Die Faltenbehandlung mit Botox gehört zu den beliebtesten ästhetischen Eingriffen in Deutschland. Allerdings gibt es viele Gerüchte, die Botox in ein falsches Licht rücken. Dieser Artikel klärt auf und enthält einen Überblick über die wichtigsten Fakten.

1. Niedrigdosiertes Botox ist nicht giftig

Botulinumtoxin ist zwar in nicht aufbereiteter Form giftig, das Medikament hingegen ist so stark verdünnt, dass wohl 3.000 Flaschen notwendig wären, um einen Menschen zu vergiften. Wie Paracelsus sagte: Die Dosis macht das Gift!

2. Natürlichkeit statt Mimikstarre

Immer wieder ist von Prominenten aus den USA die Rede, die sich nach einer Botox-Behandlung über starre Gesichtszüge beklagen. Tatsächlich führt das Medikament bei richtiger Anwendung zu natürlichen Ergebnissen und einem entspannten Gesichtsausruck.

3. Botox entspannt die Muskeln

Häufig liest man, dass Botox zu einer Lähmung der behandelten Muskeln führt. Genau betrachtet handelt es sich jedoch eher um eine Entspannung der Gesichtsmuskulatur. Botox verhindert die Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln, so dass die verkrampfte Muskulatur entspannen kann. Diese Entspannung wiederum ist für die Glättung der darüber liegenden Falten verantwortlich.

4. Rund vier Monate faltenfrei

Botox wird vom Körper vollständig abgebaut. Deshalb hält die Wirkung des Medikaments rund vier bis sechs Monate an - danach sieht das Gesicht wie vorher aus.

5. Botox in der Mittagspause

Manche Patienten nutzen die Mittagspause für eine Botox-Behandlung. Sie ist mit wenig Schmerzen verbunden, die Patienten benötigen keine lokale Betäubung und können danach sofort wieder unter Menschen gehen. Lediglich starke Sonneneinstrahlung und exzessiver Sport sind zu vermeiden.

6. Geringe Risiken

Die häufigste Nebenwirkung ist der Bluterguss, der bei rund 1,25 Prozent der Patienten auftritt. Negative Langzeitnebenwirkungen sind nicht bekannt.

7. Botox vs. Facelifting

Botox und Faceliftings sorgen zwar beide für jugendlicheres Aussehen, haben aber ganz unterschiedliche Wirkungen. Botox wird zum Beispiel gegen Krähenfüße oder Zornesfalten eingesetzt, Faceliftings dagegen heben erschlaffte Gesichtskonturen an.

8. Botox-Creme vs. Botox

Mittlerweile sind Botox-Cremes in vielen Apotheken erhältlich. Feine Fältchen lassen sich damit glätten, aber Zornesfalten oder Krähenfüße kann die Creme nicht entfernen. Sie dringt nicht tief genug in die Haut ein, um ausgeprägte Falten effektiv zu mindern.

9. Nicht jeder Arzt ist Botox-Experte

Seit 2011 ist es Zahnärzten verboten, Botox zu spritzen. Aber alle Humanmediziner und Heilpraktiker dürfen diese Behandlung durchführen - auch wenn sie keine Experten für Ästhetik oder Haut sind. Bei der Wahl des Behandlers ist daher auf eine gute Ausbildung und viel Erfahrung zu achten.

10. Botox - ein vielseitiges Medikament

Botox wird übrigens nicht nur gegen Falten eingesetzt, sondern auch bei Zähneknirschen, Lidkrampf, Schiefhals oder chronischen Schmerzen.

Fazit: Botox sorgt immer wieder für Schlagzeilen, ist aber seit Jahren ein etabliertes Medikament, dessen Nebenwirkungen weit weniger spektakulär sind, als es die Boulevard-Presse glauben machen möchte.

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