BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Oskar H. Metzger Headshot

Blogger-Zukunft - Mit Bildern in aussichtsreichen Nischen aktiv werden

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BLOGGER
Justin Lewis via Getty Images
Drucken

Das Thema des Blogger-Stammtischs im PresseClub München war arrogant. Man suchte nach Antworten darauf, wie die Zukunft des Bloggens in zehn Jahren aussehen wird.

Erlauchte Teilnehmerrunde

Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht einmal genau umrissen werden kann, was Bloggen in der Gegenwart bedeutet. Da half auch die erlauchte Runde der Teilnehmer nicht viel.

So empfahl Stefan Plöchinger als Chefredakteur von sueddeutsche.de eine gezielte Nischenpolitik als Zukunftschance. Und natürlich auch eine starke Lokalisierung, wenngleich dort nicht die großen Geldquellen zu vermuten sind.

Der mit Kreuzfahrtthemen sehr erfolgreich bloggende Franz Neumeier von cruisetricks.de vertraut auf sein Bauchgefühl und bezweifelt den Erfolg von Paywalls. Er verdient an einem Sammelsurium von Finanzierungsbausteinen, zu denen Bücher, Affiliate-Links und Honorare zählen.

Der Markenspezialist Patrick Breitenbach von patrickbreitenbach.de ist bei der Droge Facebook ausgestiegen, weiß aber nicht, ob er das durchhalten kann. Er fürchtet, dass Facebook in Zukunft das ganze Internet sein will und fremde Links künftig im Rating schlechter bewertet als eigene.

Design-Blogger entwerfen Kollektionen

Igor Josifovic von happyinteriorblog.com betrachtet mit Neid US-Blogger, die eine große Design-Gemeinde um sich geschart haben und mit ihrem Wissen beim Entwurf neuer Kollektionen viel Geld verdienen. Seine Devise heißt deshalb: Geldverdienen auf dem Blog und mit dem Blog. Deshalb solle man sich beim Start nicht mit Zweifel „verkopfen", sondern einfach anfangen.

Veranstalterin Karin Hertzer von warmup-cooldown.de begrüßte als Zuhörer viele Damen, die sie folgendermaßen vorstellte: „Kopfblogger" sind noch in der Planung, „Babyblogger" sind seit einem Jahr aktiv und „Profiblogger" haben bereits ein Monatseinkommen von über 1.000 Euro.

Glattgeschliffene Texte

Unwidersprochen war man sich darin einig, dass von Unternehmen keine guten Blogs zu erwarten sind, weil durch das Glattschleifen der Texte kein attraktiver Content zustande kommt. Künftig seien die Nutzer noch mehr als bisher darauf angewiesen, dass die zahlreichen Informationsschnipsel von Bloggern ausgewählt, kanalisiert und beurteilt würden.

Der Blogger müsse zur Marke werden und beim Nutzer Vertrauen erwerben. Dafür sei die richtige Positionierung wichtig. Die finde man aber nur im Laufe der Zeit durch Vortasten in eine erfolgversprechende Richtung. Wer mit dem Wunsch starte, mit Bloggen das schnelle Geld zu verdienen, sei zum Scheitern verurteilt.

Das Gute sei es beim Bloggen, das ein Einzelner unglaublich viel schaffen könne. Deshalb sei er nicht auf ein Team angewiesen. Allerdings könne ein Einzelner nicht immer breit recherchieren und gleichzeitig das Ergebnis multimedial darstellen.

Bei Bloggern dominiert aber häufig noch die Selbstausbeutung. Junge Talente könnten dagegen als Youtuber am meisten Geld verdienen. Oder mit Bildern auf Instagram, wo ein Produzent schon mal 5.000 Euro dafür bezahlt, dass sein Bikini dabei ist.

Nicht langweilig sein

Die Konkurrenz unter den Bloggern wird zunehmen. Deshalb gab es in der Podiumsdiskussion die Tipps, sich seine Leidenschaft zu bewahren und nicht langweilig zu sein. Doch auch das ist kein Zukunftsrezept. Denn bereits in der Gegenwart hat man nur Erfolg, wenn man die Langeweile meidet.

2015-11-30-1448874723-5877155-BloggerZukunftMetzger.JPG

SZ-Profi Stefan Plöchinger (links): Lokalisierung als Zukunftschance (Foto: Metzger).

Mehr für Verbraucher und Sparer auf www.finanz-blog-online.de und www.finanz-pressedienst.de

Lava, Fritteuse, Flammenwerfer: YouTuber schickt das iPhone in den ultimativen Härtetest - das hält es wirklich aus

Das nervt Youtuberin Puja Kaur Matta: "Hört auf mich nach meinen Wurzeln zu fragen - ich bin doch kein Baum"

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter
blog@huffingtonpost.de
.

Hier geht es zurück zur Startseite