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Auch Superhelden brauchen Helfer - Ja zum Kinderbeauftragten!

23/02/2015 17:42 CET | Aktualisiert 25/04/2015 11:12 CEST
thinkstock

Haben Sie schon einmal etwas von der Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder (Kinderkommission) gehört? Nein?!? Machen Sie sich nichts draus. Opa auch nicht, und ich interessiere mich - funktionsbedingt - nun wirklich für Themen, die Kinder betreffen. Aber Kinderkommission? Nein, die ist mir wirklich noch nicht untergekommen.

Dabei gibt es sie bereits seit 1988. Sie ist ein Unterausschuss des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die aktuelle Kommission dieser 18. Legislaturperiode hat ihre Arbeit am 13. Februar 2014 aufgenommen.

Und immerhin: Eine Stellungnahme haben die vier Bundestagsmitglieder, deren Namen Sie vermutlich ebenfalls noch nie gehört haben und die man sich vermutlich auch nicht weiter merken muss, nach eigenen Angaben bislang abgegeben, drei öffentliche Veranstaltungen durchgeführt und 15 Pressemitteilungen veröffentlicht. Wenn das nichts ist!?!

Dieser Bundestagsunterausschuss treibt die Bundesregierung derart kraft- und wirkungsvoll vor sich her, dass die Vereinten Nationen eben diese Regierung regelmäßig im UN-Staatenbericht rügen: Mangelnde Umsetzung der Kinderrechtskonvention, zuletzt wieder 2014.

Was soll ich sagen?

Frei nach Shakespeare: Something is rotten in the state of Germany - Etwas ist faul im Staate Deutschland.

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Da kommt die Initiative der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAJK) gerade recht, die zusammen mit anderen Verbänden, die sich für Kinderrechte engagieren, neben den bereits existierenden Wehr-, Drogen- und Patientenbeauftragten jetzt auch einen Kinderbeauftragten im Deutschen Bundestag fordert.

Der soll unabhängig und nicht weisungsgebunden sein, die Gesetze daraufhin überprüfen, ob sie den Rechten der Kinder und Jugendlichen dienen, Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen, deren Eltern und für Kinderrechtsvertreter sein sowie auf eigene Initiative hin tätig werden können, wenn Kinderrechte verletzt werden.

Dafür werden Unterschriften gesammelt. 50.000 sollen es bis Ende März werden, damit der Bundestag öffentlich über die Einsetzung einer/eines Kinder- und Jugendbeauftragten diskutiert. Derzeit sind es etwas mehr als 16.000.

Als Vater zweier Kinder und Großvater zweier Enkelsöhne werde ich selbstverständlich meine Unterschrift abgeben, Oma natürlich auch.

Und Sie? Geben Sie sich einen Ruck. Es wäre doch gelacht, wenn wir den Bundestagsabgeordneten nicht Beine machen könnten. Es muss endlich Schluss sein mit der traurigen Feststellung, dass Kinder keine Lobby haben. Wie heißt es so schön auf dem Plakat der Kampagne: Auch Superhelden brauchen Helfer - Ja zum Kinderbeauftragten!

Dieser Beitrag ist zuerst auf Opas Blog erschienen.


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