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Nachhaltige Investments liegen voll im Trend

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Immer mehr Anleger in Deutschland interessieren sich für nachhaltige Geldanlagen und nutzen auf diese Weise die Möglichkeit, umweltbewusst, sozialverträglich und rentabel in spezielle Finanzprodukte zu investieren.

Unter dem Begriff nachhaltige Geldanlagen werden vorrangig solche Anlageprodukte zusammengefasst, bei denen Klimaschutz, Umweltschutz und soziale sowie ethische Gesichtspunkte einen hohen Stellenwert haben. Die oftmals auch als grüne Geldanlagen bezeichneten Produkte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass der Anleger mit einem guten Gewissen investieren kann, da ökologische und soziale Aspekte vom jeweiligen Anbieter beachtet werden. Neben diesem Aspekt ist es darüber hinaus immer mehr Anlegern wichtig, nicht nur mit einem guten Gewissen im Bezug auf Umwelt und Sozialverträglichkeit investieren zu können, sondern gleichzeitig eine gute Rendite zu erhalten.

Grüne Geldanlagen werden immer populärer

Dass das Interesse an nachhaltigen Investments immer größer wird und demnach grüne Geldanlagen zunehmend populärer werden, zeigen unter anderem Zahlen aus dem Bereich geschlossener Fonds. Geschlossene Fonds machen mittlerweile einen größeren Teil der Geldanlagen aus, die dem Bereich nachhaltige Investments zugeordnet werden können. Dazu zählen beispielsweise Energiefonds, die in erneuerbare Energien investieren.

Der wachsende Zuspruch wird unter anderem auch vom VGF (Verband Geschlossene Fonds) bestätigt. Denn laut VGF stellten die Energiefonds in 2012 eine der ganz wenigen Produktgruppen im Bereich der geschlossenen Fonds dar, die wachsende Kapitalzuflüsse verzeichnen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr investierten die Anleger 2012 über zwölf Prozent mehr Kapital in Energiefonds.

Breite Produktpalette bei nachhaltigen Geldanlagen

Wer sich heute als Anleger für grüne Investments entscheidet, dem steht eine immer größer werdende Produktpalette an nachhaltigen Geldanlagen zur Verfügung. Eine große Gruppe wurde bereits angesprochen, nämlich die geschlossenen Fonds beziehungsweise im Speziellen vor allem die Energiefonds. In diesem Bereich haben Anleger die Möglichkeit, beispielsweise in Solarfonds, Windkraft-Fonds oder Bioenergie-Fonds zu investieren. Auch das Anlageobjekt Holz, beispielsweise über den Weg der Holz- beziehungsweise. Waldfonds, gehört zu den nachhaltigen Geldanlagen, die zudem gute Ertragschancen beinhalten.

Prinzipiell sollten Anleger aber gerade bei geschlossenen Fonds natürlich auch die möglichen Risiken und Nachteile nicht außer Acht lassen. Neben den geschlossenen Fonds gibt es noch weitere Finanzprodukte, die ebenfalls den grünen Geldanlagen zugeordnet werden können. Dazu gehören zum Beispiel grüne Immobilien, nachhaltige Mischfonds in Form von offenen Fonds oder auch nachhaltige Banksparpläne, die mittlerweile von einigen Universalkreditinstituten und vor allem Spezialbanken, wie zum Beispiel der UmweltBank, angeboten werden.

Angebote genau vergleichen lohnt sich

Die große Auswahl, die es mittlerweile bei den grünen Geldanlagen gibt, ist auf der einen Seite für Anleger von Vorteil. Auf der anderen Seite kann das breite Angebot allerdings auch zu einem Nachteil werden, nämlich in der Form, als dass nicht alle grünen Geldanlagen, die als solche bezeichnet werden, auch tatsächlich nachhaltige Investments darstellen.

Leider trifft an manchen Stellen die Aussage zu, dass der Inhalt anders ist, als die Verpackung zuvor versprochen hat. Anleger sollten sich daher möglichst genau informieren, was die jeweilige Anlageform auszeichnet und ob wirklich auf Basis der Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit investiert wird.

Ein angeblich nachhaltiger Mischfonds, der unter anderem auch Aktien von Unternehmen beinhaltet, die im Bereich Kernenergie aktiv sind, kann beispielsweise kaum als nachhaltig bezeichnet werden. Darüber hinaus sollte ebenfalls möglichst genau geprüft werden, ob die versprochenen Renditen realistisch sind, was zum Beispiel dadurch erfolgen kann, dass sich der interessierte Anleger die tatsächlich in den vergangenen Jahren gezahlten Erträge anschaut.

Insgesamt betrachtet sind nachhaltige Investments mittlerweile kein Nischenprodukt mehr, sondern eine populäre Form der Geldanlage. Dazu hat unter anderem die Tatsache geführt, dass umweltbewusstes und sozialverträgliches Investieren und ein ordentlicher Ertrag keine Gegensätze mehr sind.

Website: www.autor-schoch.de