Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Oliver Schoch Headshot

Kastrationspflicht für Katzen: Ja, aber bitte differenzieren!

Veröffentlicht: Aktualisiert:
CATS DOCTOR
didesign021 via Getty Images
Drucken

In deutschen Haushalten gibt es aktuell schätzungsweise rund 12,5 Millionen Katzen. Damit ist der Stubentiger mit Abstand vor dem Hund das beliebteste Haustier der Bundesbürger. Allerdings entwickelt sich die zunehmende Anzahl von Katzen zu einem Problem, wobei es insbesondere um die frei und „wild" lebenden Tiere geht.

Manche Städte sprechen bereits von einer Katzenflut

Die rund 12,5 Millionen Haushalte mit Katzen in Deutschland sind nicht das Problem, sondern die deutlich zunehmende Anzahl an frei und unabhängig von Besitzern lebenden Katzen. In manchen Städten ist die Situation mittlerweile so verschärft, dass von einer regelrechten Katzen-Invasion gesprochen wird. Kritiker bemängeln zum Beispiel, dass Katzen den Vogelbestand massiv reduzieren würden, und sich durch die bisher in Deutschland nicht vorhandene Kastrationspflicht nahezu unkontrolliert vermehren können. Auch aus diesem Grund wird aktuell verstärkt darüber diskutiert, ob auf Landes- oder sogar Bundesebene eine Kastrationspflicht für Katzen Inkrafttreten soll.

HuffPost-Tarif

Europa-Flat, Daten-Flat: Einer der günstigsten Handy-Tarife auf dem Markt

Mit der Spar-Aktion der Huffington Post in Zusammenarbeit mit Chip und Tarifhaus bucht ihr einen Smartphone-Tarif, der preislich kaum zu schlagen ist und eine Vielzahl an Vorteilen bietet.
Mehr Infos findet ihr hier.

Kastrationspflicht ausschließlich für Freigänger sinnvoll

Grundsätzlich ist es sicherlich zu befürworten, wenn es in Deutschland zukünftig eine Kastrationspflicht geben sollte. Immerhin schützt dies unter anderem auch die frei lebenden Katzen selbst, die sich immer häufiger von wütenden Bürgern einer Verfolgung oder Schlimmerem ausgesetzt sehen. Und sicherlich ist es auch verständlich, dass besorgte Eltern ihre Kinder wieder gefahrlos im eigenen Garten spielen lassen möchten, ohne dabei das Risiko einzugehen, dass der Nachwuchs vielleicht von einer streunenden und aggressiven Katze verletzt wird.

Dennoch macht sicherlich nur eine Kastrationspflicht für Freigänger und frei lebende Katzen wirklich Sinn. Nach Ansicht vieler Experten gibt es keinen Grund dafür, die Kastrationspflicht auf reine Wohnungskatzen auszudehnen. Diese bewegen sich ausschließlich im Haushalt ihrer Besitzer, und falls es dort zum Nachwuchs kommt, bleibt dieser in aller Regel ebenfalls im Haus oder wird an Interessenten abgegeben.

Insofern sollte man an dieser Stelle nicht pauschalieren und einen Kastrationszwang für alle Katzen in Deutschland durchsetzen wollen. Immerhin sind es für manche Katzenhalter nicht unerhebliche Kosten, die dann bei reinen Wohnungskatzen vollkommen unnötig auf diese zukommen würden. Je nach Tierarzt und eventueller Komplexität des Eingriffs ist bei einer Kastration des Vierbeiners mit Kosten in Höhe zwischen 70 und 150 Euro zu rechnen.

Auch auf HuffPost:

Ungleiches Paar: Äffchen verguckt sich in Katze und setzt seinen ganzen Charme ein

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.