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Warum der Körper kurz vorm Einschlafen zuckt und man wieder wach ist

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Wenn es dir so vielen anderen Menschen geht, dann bist du schon einige Male ins Bett gegangen, hast dich zugedeckt, bist kurz vorm Einschlafen und dann, plötzlich, fühlt es sich als würdest du fallen oder zusammenzucken. Das weckt dich wieder vollständig mit einem rasenden Herz.

Manchmal scheint es als würdest du fallen und es kann etwas beängstigend sein. Aber sobald man sich wieder bewusst geworden, das man sicher zu Hause ist und man wieder zurück ins Kissen fällt, beginnt man sich zu wundern, was gerade passiert ist.

Das Ganze hat sogar einen Namen. Wissenschaftler nennen es Einschlafzuckungen, Einschlafmyoklonien, Hypnagoge Zuckungen oder benigner Schlafmyoklonus.

Der Dozent Christopher Magee (University of Wollongong Australia) hat der Huffington Post Australia gesagt: „Das passiert, wenn es einen plötzlichen Ruck in einem Teil oder im ganzen Körper gibt. Es passiert zwischen dem Wachsein und dem Schlaf. Dies kann dazu führen, das manch einer oder der Partner im Bett erwacht."

Weiter sagt Magge: „Die genauen Ursachen und darunterliegende Mechanismen sind weiterhin unklar. Dennoch zeigt die Mehrheit der Fälle, dass es sich um ein normales Ereignis handelt und auch von gesunden Menschen empfunden wird."

Carl Bazil, M.D. Ph.D., Direktor des Sleep Disorders Center am New York-Presbyterian/Columbia University Medical Center sagte, das: „einige Menschen nur zucken und nicht aufwachen; es ist ihr Partner, der ihnen davon später erzählt. Andere wiederum schreien vor Angst. Während des Schlafstarts ein Geräusch zu machen ist wahrscheinlich Ursache einer visuellen Komponente. Wie zum Beispiel in den Tod zu stürzen."

Solche Einschlafzuckungen geschehen eher wenn du erschöpft bist, sagen die Experten. Bei seltenen Anlässen, wenn der Körper wirklich erschöpft ist, wird das Gehirn die Einschlafstationen zu schnell abarbeiten wollen. Damit irritiert es sich selbst, denkt dann das der Körper sowie seine Hauptsysteme nicht mehr (korrekt) arbeiten.

Faktoren wie Stress, Koffein, Alkohol, eine unbequeme Schlafzimmerumgebung, zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen, Jetlag und Schichtarbeit können das begünstigen.