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The Neon Demon Kritik

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Los Angeles, eine Stadt in der alles möglich zu sein scheint. Eine Stadt, die in einem Land ist, das mit dem Spruch „Land der unbegrenzten Möglichkeiten" - oder ähnlichem - populär geworden ist. Los Angeles, oder auch L.A., ist eine Stadt mit einer Glamourwelt, einem Schauplatz endloser Träume und auch Abgründe.

Das aufstrebende Model Jesse (Elle Fanning) kommt aus einer Provinz nach L.A., dort werden ihre Träume - wie es scheint - im Handumdrehen zur Realität und das auch noch ziemlich mühelos. Etwas, was Models, die dafür hungern und sonst wie leiden müssen, weder gut noch finden noch andere positive Aspekte darin sehen. Vor allem, weil sie so jung und naiv ist, keine Ahnung von nichts hat, ihr scheinbar alles in den Schoss fällt. Das fördert den Neid bei den anderen Models. Und ich bin mir sicher, dass es eine Schlüsselszene gibt, die wirklich jedes Model plus eine andere Frau gegen sich bringt. Die kann ich aber nicht nennen. Will ja nichts verraten.

Zu den Extras gehören: Intro von Nicolas Winding Refn, Exklusives Interview mit Nicolas Winding Refn in Berlin, Exklusiver Audiokommentar mit Regisseur Nicolas Winding Refn und Cutter Matthew Newman, Bildergalerie, Teaser und Trailer.

Im großen und ganzen ein lauter Film, sowohl was den Sound angeht - sehr elektronischer Soundtrack - aber auch die visuellen Bilder schreien ihre Botschaft heraus. Die Vermengung verschiedener Stile in „The Neon Demon" macht es schwer, den Film wirklich zuordnen zu können - zu einem Genre. Denn es ist weder Thriller, Horror noch Arthouse. Es ist irgendwie spannend, ein bisschen blutig, romantisch, teilweise philosophisch angehaucht und hat dennoch eine über alles stehende klare und deutliche Botschaft: Hier ist kein Kinderspielplatz, Model arbeiten auch, hier sind Neider und solche werden schneller zu Hyänen als man es merkt.

Punkte: 8 von 10