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The Devil You Know von Elicka Peterson Sparks Kritik

03/10/2016 13:52 CEST | Aktualisiert 04/10/2017 11:12 CEST

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Das Buch „The Devil You Know" von der Autorin Elicka Peterson Sparks trägt den Untertitel „The Surprising Link between Conservative Christianity and Crime". Wer ein wenig im Religionsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass die Verbindung leicht zu finden ist. Daher habe ich gehofft, dass es sich um mehr als nur eine oberflächliche Betrachtung der beiden Faktoren handelt. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Professorin von Kriminologie und außerdem Co-Autorin eines weiteren Buches namens „Intimate Partner Violence: Effective Procedure, Response and Policy" beschäftigt sich hier speziell mit dem konservativem Christentum und da speziell mit den christlichen Nationalisten beziehungsweise der Bewegung christian nationalism sowie deren Einflüsse in Politik, Wirtschaft und Co.

Die dunkle Seite des Christentum im Allgemeinen ist hingegen leicht zu finden. Man muss nur ein Blick auf viele Kriege, um zu erkennen, dass es dort einen Zusammenhang zwischen ebenjenen Krieg und dem Glauben gibt. In „The Devil You Know" beleuchtet Elicka Peterson Sparks Bibelpassagen, zeigt die verschiedenen Einflüsse und viele andere Faktoren auf ohne es sich jedoch zu leicht zu machen. Man merkt an der Art, wie sie schreibt, dass sie es sich selbst viel einfacher hätte machen können.

Die verschiedenen Faktoren, Anregungen und Denkanstöße geben Grund zum Anlass intensiv darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist, Glaubenseinrichtungen eine solche Macht zu geben ohne zu wissen, wie die Auswirkungen sein werden. Und jetzt kennen wir sie, die Auswirkungen, doch geändert wird weiterhin nichts. Bedarf es wirklich erst Studien, weiterer solcher Bücher und so weiter, um uns ernsthaft zum Nachdenken zu bringen?

„The Devil You Know" macht es uns nicht einfach. Doch: Veränderungen sind nie einfach. Ein Buch, das der Beginn eines weiteren Dominoeffekts ist. Ein Zweig des komplexen Ganzen, wenn man so will. Tolle, nicht unbedingt leichte, Lektüre, die man sich zu Gemüte führen sollte.

Punkte: 10 von 10

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