Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Oliver Lippert Headshot

Sido - Das Goldene Album Kritik

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

2016-11-27-1480264454-3194200-sidodasgoldenealbum.jpg

Als ich 2013 das Album „30-11-80" sowie im Jahr 2015 den Longplayer „VI" für meine Verhältnisse sehr lobte, konnte es ein guter Freund von mir nicht fassen. Und er stichelt heute immer noch. Aber die beiden Werke hatten auch einige Stücke, die ich nach wie vor feiere. Doch, wenn ein neues Album wie „Das Goldene Album" so schnell nach einer noch recht aktuellen Langspielplatte erscheint, bin und bleibe ich skeptisch. Meist zurecht.

Während auf „30-11-80" noch ein Stück wie „Einer dieser Steine" und „VI" ein Stück wie „Astronaut" beinhaltete, gibt es auf „Das Goldene Album" zwar Features, die aber die Tracks nicht derartig aufwerten, dass sie den Status der genannten Hits erreichen werden. Zumindest nicht in meinen Augen. Wahrscheinlich war es wieder Zeit für ein Werk, das richtig - oder halbwegs - true ist, wie in alten Zeiten. Einen Abschnitt, den ich wiederum nicht mag. Selbst der Song mit Mark Forster, der „Einer dieser Steine" schon bereichert hat, kann aus „Der einzige Weg" keinen sonderlich ansprechenden Song machen.

Deutschsprachige Gangsta-Rap taugte noch nie etwas, das ändert sich auch mit diesem Album nicht. Das Sido rappen kann, weiß ich, er kann auch tatsächlich gute, radiotaugliche Songs schreiben und sicherlich wird dieses Album auf seine Art und Weise erfolgreich werden. Aber das musikalische Level von den vorherigen Alben ging hier nahezu gänzlich verloren und hier reißt mich eigentlich kein Song wirklich mit.

Punkte: 4 von 10