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"Schwarz oder Weiß - Borderliner kennen kein Grau" von Svea Kerling Buchkritik

19/02/2016 09:50 CET | Aktualisiert 19/02/2017 11:12 CET
oliver lippert

„Schwarz oder Weiß - Borderliner kennen kein Grau" von Svea Kerling ist ein Buch, welches sich um die Borderline-Persönlichkeitsstörung dreht. Eine Krankheit, die - wie viele andere - auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.

Es gibt viele Merkmale, die sich mit anderen Krankheitsbildern überschneiden, wie zum Beispiel Depressionen. Das macht es für Außenstehende nicht einfach zu sehen, was vor sich geht.

„Schwarz oder Weiß - Borderliner kennen kein Grau" ist ein Buch, das keine Selbsthilfe beinhaltet oder Tipps zum Umgang. Es ist viel mehr die Darstellung verschiedener Ereignisse über Jahre hinweg, die sich teilweise wiederholen und die Merkmale der Krankheit darstellen.

Da ich hart im Nehmen bin, fühlte ich mich jetzt nicht sonderlich „getriggert" wie man so schön sagt. Das bedeutet aber nicht, dass das anderen Menschen auch so passiert. Das Buch beinhaltet circa 120 Seiten und war dementsprechend schnell zu Ende gelesen.

Letztendlich bleibt nur zu sagen: An solchen Büchern sieht man sehr gut, wie individuell eine derartige Krankheit sein kann. Dabei gehören Borderliner ja sehr wohl in die Borderliner-Schublade und dann doch wieder nicht.

Für die Diagnose ist das sicher hilfreich, kurz- und langfristig einordnen zu können, um behandeln zu können. Bei der Gesprächstherapie ist auf jeden Fall eine individuelle Betrachtung angebracht.

Nicht jeder Borderliner wird auch von den gleichen Dingen „gereizt" (="getriggert"), so muss halt auch darauf individuell eingegangen werden, wie sich Borderline äußert.

Was Svea Kerling hier im Buch schildert, ist ein kleiner Einblick in jahrelange Qualen einer einzelnen Personen. Von dem Zustand sich in verschiedenen Situationen unwillkommen zu fühlen, eine innere Zerrissenheit, die durch Ungewissheit entstanden sein könnte, weil man nicht weiß, wo man hingehört und vieles mehr.

Dies ist allerdings nur mein Eindruck und kein Diagnoseversuch. Also, nicht falsch verstehen. Ein solcher Versuch steht mir nicht zu.

Das Lesevergnügen war kurz aber intensiv und dennoch gut nachvollziehbar. Interessantes und lesenswertes Buch.

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