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Rote Karte für die Sana-Kliniken

19/03/2017 19:10 CET | Aktualisiert 19/03/2017 19:10 CET

Dass es im Pflege- beziehungsweise im gesamten Gesundheitsbereich eine Unterbezahlung gibt, ist nichts Neues. Mit einer Protestaktion im Vorfeld der dritten Runde der Tarifverhandlungen werden die Beschäftigten der Sana-Kliniken den Arbeitgebern am Montag und Dienstag die „rote Karte" zeigen. Darunter fallen Stationsbegehungen und Aktionen in Warte- und / oder Pausenräumen vorgesehen. Anlass sind die bisher völlig unzureichenden Arbeitgeberangebote in der laufenden Tarifrunde. Diese werden am 22. März 2017 in Berlin fortgesetzt.

„Die Beschäftigten in den Sana-Klinken arbeiten mit einem enormen Einsatz und haben eine große Verantwortung. Die Arbeit rund um die Uhr ist körperlich und oft auch emotional sehr belastend. Dafür haben sie Anerkennung und eine gute Bezahlung verdient", erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Das vorliegende Angebot empfinden die Beschäftigten als Geringschätzung ihrer Arbeit. Wir werden dafür sorgen, dass der Sana-Konzerntarifvertrag von der Tarifentwicklung im Gesundheitswesen nicht abgekoppelt wird."

Das bisherige Angebot beträgt eine Anhebung von ein Prozent zum 1. Januar 2017 und zum 1. Januar 2018. ver.di fordert hingegen eine Anhebung der Gehälter um sechs Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Dabei liegt der Sana-Konzernentgelttarifvertrag bis zu 475,- Euro, in der Krankenpflege bis zu 296,- Euro unter dem aktuellen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes, der für kommunale Krankenhäuser gilt. Außerdem sollen die beiden Reha-Kliniken in Sommerfeld und Bad Wildbad von der Tarifentwicklung abgekoppelt werden. Das hätte eine dauerhaft schlechtere Bezahlung für die Beschäftigten zufolge. Eine Notlage ist nicht in Sicht und beide Kliniken schreiben schwarze Zahlen.

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