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Resonance von VNV Nation CD Kritik

06/07/2015 18:07 CEST | Aktualisiert 06/07/2016 11:12 CEST

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Der volle Titel des Longplayers lautet nicht bloß „Resonance", sondern „Resonance - Music for Orchestra Vol. 1" und bietet VNV Nation-Fans einen ungewohnten Hörgenuss. Denn VNV Nation haben sich mit dem Filmorchester Babelsberg zusammengeschlossen und vorhandene Stücke des Duos neu arrangiert. Das klassische Gewand ist allerdings etwas ungewöhnlich.

Mit dieser Kooperation haben sich Ronan Harris und Mark Jackson einen langjährigen Traum in ihrer bisher 25-jährigen Karriere erfüllt. Und man hört der Platte an, dass sie authentisch wirken will (und auch schafft). Keine anderen Studio-Instrumente wurden für diese Aufnahmen genutzt. Nur die Stimme und das Orchester.

Ehemals elektronische Stücke wurden seziert und mit einer Neuinstrumentierung wieder zusammengefügt. Das Ergebnis ist „Resonance" und kann sich sehr wohl hören lassen. Man könnte natürlich bemängeln, dass hier auf ein Zug aufgesprungen wird voller klassischer Kompositionen mit Wurzeln aus einem anderen Genre.

Aber ich denke, es ist unbestreitbar, dass es für Musiker einen neuen Reiz darstellt, so etwas zu machen. Das bringt auch für das Duo selbst einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Musik. Ob das jetzt an irgendwelchen Meisterwerken aus der Filmgeschichte und / oder der Klassik heranreicht, ist, finde ich, unerheblich. Denn der Longplayer „Resonance" zeigt VNV Nation von einer anderen Seite und zeigt nicht nur den Musikern selbst eine andere Perspektive zur eigenen Musik auf, sondern auch dem Hörer.

Einziges Manko wäre vielleicht die Länge mancher Stücke, wenn man es nicht gewohnt ist oder die Überlänge einfach nicht mag. Aus welchen Gründen auch immer. Aber für mich passt das Album. Mir sagt die Perspektive zu den Originalstücken zu und ist mal was anderes von VNV Nation.

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