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Rec-Z - Marke Eigenbau CD Kritik

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Vor einigen Jahren bin ich auf die Compilation „Aufgelegt. Rapküche" gestoßen. Darauf enthalten waren viele Künstler darunter eben auch Rec-Z aus Hannover. Das Stück „Zwischen 2 Städten" finde ich nach wie vor gut und hat einen guten Ohrwurmcharakter. Auf diesem Track basierend habe ich die Entscheidung getroffen, das neue Album „Marke Eigenbau", das am 3. März 2017 via Intono Records erscheint, zu besprechen. Eine dürftige Grundlage. Aber so etwas nennt man wohl Chance ergreifen beziehungsweise Chance geben. Betrachtungsweise.

Videos zu „Vampire", „Dietrich", „Stimme" und „Magisches Dreieck" sind nicht nur unterhalb der Review zu lesen, sondern besitzen - wie die anderen Stücke wahrscheinlich auch - eine Bedeutung. Während „Vampire" eine Gruppe von Menschen, die ein festes Zusammengehörigkeitsgefühl besitzen, dennoch einen Außenseiter-Status in der Gesellschaft inne hat, beschreibt. Handelt „Dietrich" von einem Menschen diesen Namens? Nein. Aber von der Suche nach dem Schlüssel für ein glückliches Leben in der realen statt in der virtuellen Welt.

In „Stimme" soll man lieber in jeder Lebenssituation auf sein Bauchgefühl hören und den Kopf einfach ausschalten. „Magisches Dreieck" bietet Raum für Rec-Z und seine Langzeit-Weggefährten Calli & Scotch, um gemeinsam nochmal auf die gemeinsame Battlerap-Vergangenheit zu schauen.

Ich bevorzuge tatsächlich Texte mit einer gewissen Tiefe, Bedeutung, Kritik, Support für sich / andere Menschen et cetera. Aufmunterung. Daher bin ich froh, hier keinen Battlerap zu hören, sondern etwas mit mehr Tiefgang. Musikalisch findet ich es nicht ganz optimal. Die Ansätze sind gut aber durchaus noch verbesserungswürdig. Wobei das natürlich immer auch eine Geschmacksfrage ist. Und jedem kann man es sowieso nicht recht machen. Das Album geht in Ordnung und wird seine Fans finden.

Punkte: 6 von 10