BLOG

Portugal zahlt vorzeitig IWF-Kreditrate zurück

24/02/2017 22:45 CET | Aktualisiert 24/02/2017 22:45 CET

Was haben europaweit viele Menschen gemeckert, dass das jeweilige Heimatland keine Wohlfahrt ist. Das Land, das den Kredit haben möchte und dringend benötigt sowieso nicht fähig sein wird diesen zurückzuzahlen. Schon gar nicht mit den schwachen Politikern. Nun zeigt die portugiesische Linksregierung zum zweiten Mal, dass es anders geht. Sie zahlen frühzeitig eine IWF-Kreditrate zurück.

Dazu äußerte sich der Präsident der Europäischen Linken, Gregor Gysi, mit den folgenden Worten:

„Die portugiesische Linksregierung aus Sozialdemokraten und zwei Linksparteien hat nach den 2 Mrd. Euro vom November 2016 nun erneut vorzeitig eine Rate von 1,7 Mrd. Euro Schulden an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt. Damit hat das Land bereits die Hälfte des erhaltenen Betrages aus dem so genannten Euro-Rettungsprogramm zurückgezahlt.

Die Ursache dieser erfolgreichen Politik liegt in einer Abkehr von der Kürzungspolitik á la Schäuble und Merkel, der sich die Linksregierung nicht beugte, stattdessen die Auflagendiktate wieder zurücknahm und unter anderem Löhne und Renten gegen den Widerstand Schäubles erhöhten.

Die Folgen waren durchweg positiv: die Kaufkraft nahm wieder zu, dadurch belebte sich die Wirtschaft und erhöhten sich die Steuereinnahmen, so dass Schulden zurückgezahlt werden konnten.

Umso absurder ist es, dass Schäuble und Merkel an dem Irrsinn ihrer Kürzungsdiktate gegenüber Griechenland und anderen weiter festhalten. Sie sollten endlich nach Lissabon schauen und ihre verfehlte Politik ad acta legen."

Sponsored by Trentino