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Mumien in Palermo von Mark Benecke Kritik

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Das neue Buch von Mark Benecke heißt mit vollständigem Titel „Mumien in Palermo - Als Kriminalbiologe an den dunkelsten Orten der Welt" und handelt von verschiedenen Fällen. Verdutzt hat mich das Buch direkt am Anfang mit dem ersten Fall: die Überprüfung einer Alien-Obduktion. Also, um genau zu sein, die Echtheit einer Filmaufnahme einer solchen Obduktion. Tatsächlich ist dieser Fall für die meisten anderen des Buches repräsentativ, denn Mark Benecke ist zum größten Teil nie dabei gewesen, sondern leitet die logischen Schlussfolgerungen alleine aus Aussagen von damals - zu Zeiten des Falls - sowie von gegenwärtigen Experten auf dem jeweiligen Gebiet ab. Einziger Fall, wo Mark Benecke dabei war ist tatsächlich der titelgebende: Mumien in Palermo.

Aber es ist interessant zu sehen beziehungsweise zu lesen, was man mit genug richtigen Wissen und mit Nutzung der grauen Zellen schon alleine alles ausschließen kann. Ich denke, dass das eine gute Sache ist, dies aufzuzeigen. Aber so oder so: Es ist ein interessantes Buch mit „komischen" Fällen, viel Wissen auf allerlei Gebieten und einer gehörigen Portion Spannung. Manches mag man nicht so recht glauben, was früher alles durchgegangen ist als „das ist auf jeden Fall genau so möglich" anderes verleitet - zumindest mich - zu ungläubigen Kopfschütteln (Kolumbien: Studenten und Polizei - Auseinandersetzung - Vortrag. Mehr sag ich dazu nicht.)

Zwischen den beiden hier genannten Fällen gibt es noch einige, nicht viele, andere, die ebenfalls interessant und lesenswert sind. Wieder ein weiteres Buch, das angenehm zu lesen ist und Spaß macht.

Punkte: 9 von 10