BLOG

Marky Ramone mit Rich Herschlag - Punk Rock Blitzkrieg - Mein Leben mit den Ramones Buchkritik

11/10/2015 10:16 CEST | Aktualisiert 11/10/2016 11:12 CEST

2015-10-10-1444511937-3751552-MarkyRamoneCover.jpg

Wenn man von Punkrock spricht wird man um einige Namen nicht herumkommen. Ramones ist einer davon. Tatsächlich konnte ich dieser Band aus den USA mehr abgewinnen als beispielsweise Sex Pistols, die für mich nur 2-3 Hits, unter anderem „God Save The Queen", bereithielten. Die Ramones hingegen hatten für einen meiner Lieblingsautoren zu einem Film namens „Friedhof der Kuscheltiere" den Titelsong „Pet Cemetary" komponiert. Ein Stück, das nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen ist, wenn es erstmal gespielt wurde.

Marc Bell, vielen besser bekannt als Marky Ramone, war der Drummer der berühmten Band. Er prägte mit seinem Können nicht nur die Ramones, sondern machte sich vorher schon einen Namen in Gruppen wie Dust und Richard Hell & The Voidoids oder zusammen mit Wayne County, Pionier des transsexuellen Rocks. Diese Erfahrungen kamen ihn nachher auch zugute. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

Marky Ramone schreibt in dem Buch „Punk Rock Blitzkrieg - Mein Leben mit den Ramones" mit Rich Herschlag über die Zeit davor, mit den Ramones, dem Rausschmiss, den erneuten Einstieg und dem Ende einer großen Punk-Band.

Abgesehen von der Musik habe ich mich kaum um die Ramones geschert. Also, nicht so stark als das ich wüsste, wie die Leute sind, in welcher Art von Abhängigkeiten sie geraten sind (oder überhaupt welche) und schon gar nicht, was die Macken der einzelnen Mitglieder war.

Sucht war bei jedem im Spiel, ein anderer hatte Ticks und musste alles dutzendfach antippen um im Leben vorwärts zukommen. Das kann man dann wahrscheinlich auch wortwörtlich verstehen. Von den politischen Ansichten, bandinterne Streitigkeiten et cetera mal ganz abgesehen.

„Punk Rock Blitzkrieg" ist ein Werk, das sich flüssig und ohne Anstrengung liest. Es hat nicht nur das Zeug zu einer großartigen Biographie, sondern würde bestimmt als Film auch eine Menge hermachen. Eine riesige Frage prangt nach dem Lesen dann aber immer noch über den Kopf in Neonschrift strahlend: „Wie zur Hölle haben die einzelnen Mitglieder das überhaupt so lange und solchen Bedingungen ausgehalten?" Das muss eine über zwanzig Jahre andauernde Zerreißprobe für alle gewesen sein.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter

blog@huffingtonpost.de.

Hier geht es zurück zur Startseite