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Jimmy Eat World - Integrity Blues Kritik

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Die Band Jimmy Eat World hat sich 1993 gegründet, den Emo-Begriff - einer der nach wie vor negativ besetzt ist; allerdings nicht die Schuld der Band - sowie den dazugehörigen Sound (et cetera) ordentlich mitgeprägt und veröffentlicht seit den letzten fünfzehn Jahren jedes dritte Jahr ein neues Studioalbum. Wobei man sagen muss, keines der Alben kam bisher an „Clarity" und „Bleed American" ran. Aber: Es waren auch verdammt gute und für eine ganze Musikrichtung wegweisende Alben.

Wenn man bei „Integrity Blues" eines ziemlich schnell merkt, dann, dass die Band es eher ruhig angehen lässt. Selbst ein verhältnismäßiges „hartes" Stück (in Bezug auf das Album) wie „Sure And Certain", ist im Gesamtkontext, dem Jimmy-Eat-World-Universum, eher gemächlich. Das ist erstmal nichts Schlechtes per se, doch - zumindest - ich benötige hier mehr Abwechslung und Schwung im Ganzen.

Doch „Integrity Blues" bietet auch Neues. Oder, anders gesagt, Anderes. Also, als das, was man auf den vorherigen Alben so zu hören bekam. Man hatte irgendwie das Gefühl als wollte die Band zwar was Neues machen, doch klang es irgendwie nicht nach Jimmy Eat World. Also, nicht so richtig jedenfalls. „Integrity Blues" unterscheidet sich zumindest in dieser Hinsicht, wenngleich man hier schwunghafte Stücke wie auf „Clarity" und Bleed American" vergeblich sucht. Auch die Melodien für Trillionen sucht man hier. Okay, nicht ganz so vergeblich, wie den Schwung.

Insgesamt daher ein eher durchschnittliches Album, dass den Erwartungen hinterherhinkt.

Punkte: 5 von 10