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Japanische Kampfhörspiele - The Golden Anthropocene Kritik

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Die Grindcoreband Japanische Kampfhörspiele, auch kurz JaKa genannt, kommt zwei Jahre nach "Welt ohne Werbung" (ihre Reunion-Album, wenn man so möchte) mit "The Golden Anthropocene" zurück und stoßen uns wieder vorm Kopf mit Texten, die wirr erscheinen mögen und mit Musik, die - wie gehabt - Grenzen sprengt.

Ich behaupte nicht, dass ich jeden Text verstehen würde und darüber referieren könnte, aber ich mag es, wenn man dabei hin und wieder überlegen muss - bei JaKa ziemlich oft. Das gibt Bonuspunkte. Anere geben sich mit dem Nichtverstehen zufrieden, der größte Teil - wie ich insgeheim hoffe - überlegt halt eine Weile.

Was die Musik angeht: Abwechslungsreich wie eh und je. Gut, die Musikrichtungen sind beschränkt. Aber wenn man Japanische Kampfhörspiele zum Grindcore zählt kommen da gut und gerne ein halbes Dutzend Genres zum Vorschein. Death Metal, Black Metal, Thrash Metal, Grindcore, Mathcore um mal einige Beispiele zu nennen.

"The Golden Anthropocene" ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Neues Album von JaKa, also warum nicht? Warum der Beigeschmack? Sänger Bony - eine der beiden Stimmen in der Band - hat seinen Ausstieg verkündet. Ersatz ist schon gefunden und kann auf dem Album gehört werden. Klingt ordentlich. Bin gespannt, wie es dauerhaft laufen wird.

Insgesamt beschäftigt sich JaKa hier mit Pornokonsum, Internet, Konsum, Krieg und anderen (un)menschlichen Ideen von einem schönen Leben. Wie immer gut und mit lesenswerten Texten, die Musik reißt von Beginn an mit. Was möchte man mehr von einem Album? Richtig. Kaum etwas.

Punkte: 9 von 10
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