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Ich hab was Tolles gemacht, und keiner hat's gesehen von Thomas Raab (Hg.) Buchkritik

04/01/2016 08:10 CET | Aktualisiert 04/01/2017 11:12 CET

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Eigentlich bespreche ich ja keine Bücher oder sonstige Materialien, die ich nicht explizit angefordert habe. Aber das Konzept sah dem von "SMS von gestern Nacht" ähnlich. Die Rede ist von dem Buch "Ich hab was Tolles gemacht, und keiner hat's gesehen".

Leider ist dies auch das Einzige, was ähnlich ist. Witz ist gänzlich abhanden gekommen. Wenn es nicht so schmerzhaft wäre, würde ich meinen Kopf gegen die Wand hauen. Das Buch voll von Teilen / Beiträgen von ErsteWeltProbleme.com. Eine Seite, die mir ebenso überflüssig scheint, wie dieses Buch.

Das ist eher ein zynisch-empört erhobener Zeigefinger und ein fast 200 Seiten starker Hinweis darauf, was bei uns verkehrt läuft. Wenn ich mal so salopp daher sage, dass die Jugend keine gescheiten Hobbys hat, war das eigentlich mit einer Prise Humor gestreut. Nach dem Buch "Ich hab was Tolles gemacht, und keiner hat's gesehen" weiß ich nun, dass es eine bedauernswerte Realität geworden ist zu der ich nicht dazugehören möchte.

Einige Problem sind gar keine. Schaut mal über eure eigene Grenzen hinaus. Und ja, mir ist bewusst, dass es Erste-Welt-Probleme sind. Aber "Meine SMS-Flat ist unnötig, seit es Whatsapp gibt." lässt sich ebenso schnell lösen wie "Im Restaurant bekommt jemand vor mir Essen, obwohl er nach mir bestellt hat.". Ja so was soll es geben, wenn das Gericht zügiger vonstatten geht. Lässt sich in einer Döner-Bude schon erkennen: Döner geht schneller wie eine Pommes mit Jägerschnitzel oder eine Falafeltasche. Das ist kein Problem, sondern fehlende Logik in der Überlegung. "Ich hab was Tolles gemacht, und keiner hat's gesehen" animiert zum Geldsparen.

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