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Hawaiianischer Schnee von Umse CD Kritik

25/11/2015 11:38 CET | Aktualisiert 25/11/2016 11:12 CET

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„Hawaiianischer Schnee" nennt sich das dritte Album in drei Jahren vom Rapper Umse. Der hat nämlich kurzerhand den Beatproduzenten Deckah geschnappt und für vier Wochen ihrer beider Kreativität einen Fokus gegeben. Das Ergebnis liegt nun vor.

Nach mehreren Durchgängen bin ich mir bei einigen Dingen sicher: Umse kannte ich vorher nicht. Wenn das wirklich das dritte Werk in drei Jahren ist, dann ist es eine bemerkenswerte Qualität, die auch noch gehalten werden konnte, mit der wir es hier zu tun haben. Außerdem klingt „Hawaiianischer Schnee" ziemlich selbstsicher ohne die Mutter oder irgendjemand anders druchzuf*cken, wie es viele Rapper leider heutzutage meinen tun zu müssen. Ist natürlich völliger Schwachsinn aber es findet leider großen Zuspruch.

Umse hingegen lässt das alles ruhiger angehen, weiß mit Worten umzugehen und hat eine lobenswerte Einstellung, wie mir scheint. Diese klingt auch des öfteren (in)direkt durch die Zeilen im Ohr des Rezipienten wider. „Einfach Musik, die man feiert und liebt" heißt es in „Die Bombe tickt". Das gibt auch sehr gut den Sound und die Herangehensweise von Umse wider dem man dieses chillige und nachdenkliche gut abkaufen kann. Was natürlich im Kontrast zu dem steht, was sonst so als Musik angeboten wird. Unehrlicher Kram, unrealistisch, nicht nachahmungswürdig et cetera.

„Hawaiianischer Schnee" von Umse kann sich auch wesentlich länger im Player halten als viele andere Platten. Darum würde es mich nicht wundern, wenn man die kommenden Longplayer weiter oben in den Charts finden würde. Gute Platte und für mich eine lohnenswerte Neuentdeckung.

Video: Autsch:

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