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Hambacher Forst in Gefahr

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In Nordrhein-Westfalen ist der Hambacher Forst (auch Bürgewald oder nur Bürge genannt). Der Wald liegt je zur Hälfte im Kreis Düren und im Rhein-Erft-Kreis. Ursprünglich war das Gebiet rund 5.500 Hektar groß, doch musste ein großer Teil für den Braunkohletagebau Hambach weichen. Dafür ist ein weiterer Abbau bereits genehmigt. Am Ende sollen circa 300 läppische ha Wald übrigbleiben. Eine Fläche, die wohl kaum genug Raum für die gefährdeten und schützenswerten Tiere dort sind. Man muss nicht sich nicht zwingend direkt fleischlos ernähren, um zu sehen, dass es außer Braunkohle deutlich sinnvollere Alternativen zur Energiegewinnung gibt. Solche, die die Umwelt - Flora, Faune, Mensch und Tier - auch schützen.

Der Welt wird seit 1978 von Rheinbraun beziehungsweise später (und aktuell) von der RWE gerodet sowie damit die Natur unnötig - da Alternativen vorhanden für eine bessere Energiegewinnung vorhanden - ungefährdet.

Der Welt selbst besteht zum Teil aus wärmeliebenden Arten, die wiederum teilweise zu sogenannten Altwäldern gehören. Die heißen nicht umsonst so. Dazu gehören Arten wie Hainbuchen und Stieleichen, die ebenfalls schützenswert sind. Außerdem wohnen im Wald zwei Kolonien der vom Aussterben bedrohten Bechsteinfledermaus. Insgesamt sind zwölf streng geschützte Fledermausarten im Wald vorhanden. Doch in Summe kommt man auf 142 geschützte Arten im Wald.

Ein Teil des Waldes wird besetzt, um immer wieder Zeichen gegen die Braunkohleförderung zu setzen. Sprich vor Ort zu sein, wenn die Arbeiter es sind. Zum größten Teil kommt es zum friedlichen Protest gegen die Gefährdung der Natur, die Nutzung von Braunkohle - obwohl, ja ich wiederhole mich, Alternativen vorhanden sind.

Außerdem sollte man die umweltichen Aspekte bei der Nutzung von Braunkohle beachten. Müssen wir darüber wirklich reden? Ja. Das Ganze kann man aber auch hier schnell nachlesen.

Bei dem was man tut, müsste man die Menschen einfach mal bitten, sich an ihre Kindheit zu erinnern: Im Wald gewesen? Die frische Luft gespürt und geatmet? Die Tiere gesehen und gehört? Und all das zählt, wenn ich Erzählungen glauben schenken soll, zu den positiven Erinnerungen aus der Kindheit und Jugendzeit. Sogar so stark, dass man seinen eigenen Kindern mitteilt, mal die Konsole beiseite zu stellen und einen Wald zu besuchen.

Wer mehr über dieses wunderbare Stück Natur direkt aus der Quelle haben will, kann den Blog des Camps aus dem Hambacher Forst besuchen. Es lohnens- und lesenswert.