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Grüne Hauptstadt Essen - Projekte zum grüner werden

16/04/2017 22:21 CEST | Aktualisiert 16/04/2017 22:21 CEST

Zwischen 2008 und 2010 habe ich in Essen gewohnt und fand es dort eigentlich angenehm. Als Landkind war ich überrascht, wie grün es in einer Großstadt sein kann. Klar, gab es auch graue, triste Ecken. Hauptbahnhof Hinterausgang, Richtung Wächtlerstraße, dort die Umgebung und andere Ecken haben Nachholbedarf.

Die Stadt Essen bemüht sich aber grüner zu werden. Gut, das tun viele. Aber die Website www.essengreen.capital zeigt dafür auch Belege auf. 73 Bus- und Bahnlinien, 376 km Radwege und 25% Anteil Radverkehr soll bis 2035 geschaffen werden.

Schon aktueller: 26 renaturierte Bach- und Flussläufe, 92.000m³ bestes Trinkwasser pro Tag - konnte ich zu meiner Wohnzeit dort schon bestätigen. Es ist wirklich gut. Ich trinke fast ausschließlich Wasser aus dem Kran und nur außerhalb andere Getränke. Außerdem soll es 2017 wieder möglich sein in der Ruhr zu baden.

Ein anderes Beispiel? Es die drittgrünste Stadt Deutschlands, es gibt 3.100 ha Grün- und Waldflächen und bis 2020 will man es schaffen, dass es nur 500 m bis zur nächsten grünen Fläche sind. Was erstaunlich ist. Denn ich weiß schon nicht, wie das zwischen dem Hinterausgang des Hautbahnhofs in Richtung Wächtlerstraße gemacht werden soll. Geschweige denn in alle anderen Richtungen.

Weiterhin gibt es in Essen 9.000 Kleingärtner, 14 Hofläden und 2017 will die Stadt eine plastiktütenfreie sein. Seit 2013 ist Essen eine Fairtrade-Stadt, 40.000 Kinder sind pro Jahr in der Schule Natur und bis 2025 möchte man 20.000 Umweltjobs schaffen.

Zu den Bürgerprojekten zählt unter anderem ein Kunstprojekt im Bereich der (unteren) Bottroper Straße. Dort möchte man mit Sprayern, Flüchtlingen und weiteren Personen ein Kunstwerk erschaffen, das internationale Bekanntheit erreichen soll. Weiterhin gibt es Workshops zum Thema „Urban Gardening", den Plan zum Aufbau eines großen Insektenhotels und vieles mehr.

Dazu gibt es viele weitere Bürgerprojekte, Veranstaltungen und vieles mehr. Tolle Ideen, die - sollten sie alle umgesetzt werden, die Stadt wesentlich schöner machen werden. Solange das auch noch bezahlbar bleibt für alle und langjährige Anwohner nicht umziehen müssen, ist doch alles gut. Nichtsdestotrotz ein großes und angenehmes Unterfangen.

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