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„Das Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule & Die Toten Hosen spielen ‚Entartete Musik': Willkommen in Deutschland - ein Gedenkkonzert" CD Kritik

04/11/2015 11:40 CET | Aktualisiert 04/11/2016 10:12 CET

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Vor einigen Jahren hat die Düsseldorfer Band Die Toten Hosen ein MTV Unplugged gemacht und das war schon ein außergewöhnlicher Moment. Für Fans wie die Band gleichermaßen. Mit dem Zusammenspiel des Sinfonieorchesters der Robert Schumann Hochschule haben Die Toten Hosen nun mit „Das Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule & Die Toten Hosen spielen ‚Entartete Musik': Willkommen in Deutschland - ein Gedenkkonzert" eine ganz besondere Veröffentlichung am 30. Oktober 2015 veröffentlicht.

Die Konzerte dazu fanden schon im Jahre 2013 und fanden anlässlich des 75. Jubiläums der Ausstellung „Entartete Musik" statt. Ein sehr zweifelhafter Jahrestag aber auch ein sehr makaberes Unterfangen, das mit dieser Ausstellung begonnen hat.

Damals ging es darum, Künstler bloß zu stellen, die nicht in das Weltbild der Nationalisten passten und damit der Verfolgung einen zusätzlichen Anstoß zu geben. Die Toten Hosen haben sich mit dem Sinfonieorchester zusammengeschlossen, um zu zeigen, dass es nicht gewirkt hat, die Musik immer noch lebt.

Daher gibt es hier zwar die Düsseldorfer Band zu hören. Und auch wieder nicht. Abgesehen von wenigen - zur Thematik passenden - Stücken auf der zweiten CD wird hier sonst „nur" Musik aus damaliger Zeit gespielt. Das reicht von Klassik bis zu zahlreichen anderen Genres.

Schon zu Beginn spürt man die Dramatik mit „The Sea Hawk Suite" und das zieht sich wie ein roter Faden durch das thematisch brisante Thema, das wirklich vorzüglich umgesetzt wurde. Auch die längeren Ausführungen worum es geht, warum der Song passt und überhaupt finde ich wirklich gelungen und wichtig.

„Das Sinfonieorchester der Robert Schumann Hochschule & Die Toten Hosen spielen ‚Entartete Musik': Willkommen in Deutschland - ein Gedenkkonzert" ist von Anfang bis Ende ein unglaubliches Album, dass es sogar schafft ein klein wenig Humor in einem solchen Thema einfließen ohne aber das Ganze weniger wichtig erscheinen zu lassen.

Allein das ist schon eine Kunst für sich. Die DVD mit der Dokumentation dazu hat zwar nur eine Spielzeit von weniger als eine Stunde rundet das Ganze aber sehr gut ab mit zusätzlichen Erklärungen.

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