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Freedom von Refused CD Kritik

02/07/2015 09:48 CEST | Aktualisiert 02/07/2016 11:12 CEST

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Anfang 2010. Ein Blick auf die Band-Homepage von Refused sagte: „Refused. Coming Soon." Ups, was? 17 Jahre ist es schon her, dass der Knaller „The Shape of Punk to Come" erschien und mit „New Noise" einen Überhit garantierte. Natürlich ist das komplette Album kultig und ein absolutes Muss. Aber wem sag ich das.

Fünf Jahre später heißt das Album „Freedom" kommt von Refused und ist neu. Aber auch eine konsequente Fortführung musikalischer Ideen von „The Shape of Punk to Come" mit Genre-Übergriffen nach allen Seiten. Textlich wird, wie immer, mit erhobenen Zeigefinger alles herausgeschrien, was raus in die Welt muss.

Aufgrund dessen, dass die Themen wieder Mal oder immer noch aktuell sind, kann es mitunter etwas eintönig werden in Zeiten, wo Refused nicht mehr die einzige Band ist, die das auf diesem Niveau macht. Obwohl „Zeigefinger" kann jeder, das Verpacken und Arrangieren, wie es Refused tun, kann eben nur Refused.

Apropos Zeigefinger. Den könnte man auch Refused vors Gesicht halten, wenn man sich durchliest, wer bei Songs als Mitwirkender dabei war: Shellback. Unter anderem für Hits bei Pink, Britney Spears und Taylor Swift verantwortlich. Du du du! Spaß beiseite.

Neben Momenten an denen der Hörer regelrecht gezwungen wird an „The Shape of Punk to Come"-Zeiten zu denken oder auch noch älteren Alben, gibt es natürlich immer noch den wilden Mix aus verschiedenen Stilen, den eigentlich nur Refused so leichtfüßig daherbringen können, wie es nun schon zum zweiten Mal geschehen ist mit „Freedom".

Einem Album sondergleichen, wobei mich die Songs, speziell „Elektra" als Einzelstück zum teasen nicht vom Hocker gehauen hat. Aber im Gesamtpaket macht sich der Track genau so gut, wie jeder andere auch. Ein Longplayer wie „Freedom" von Refused, durfte in der Geschichte wieder als Meilenstein eingehen.

Man kann ein Album machen wie „The Shape of Punk to Come", das so einen speziellen Mix aus Stilen inne hat und seiner Zeit voraus ist, ein zweites Mal ist eher unwahrscheinlich. Aber dennoch: Hier läuft das Album rauf und runter und klingt gar nicht mehr so unwahrscheinlich.

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