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Fettes Brot - Mitschnacker / Gebäck in the Days (1992 - 2000) Kritik

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Im Alter von 14 Jahren kam ich tatsächlich auch in den Erstgenuss von Fettes Brot mit „Mitschnacker". Seit einiger Zeit hatte damals eine Band namens AC/DC meine musikalische Welt auf den Kopf gestellt mit einem Sound, dem mein Vater nichts abgewinnen konnte - aber er mit seinen Rolling Stones (sorry - ich kann denen bis heute nicht sehr viel abgewinnen). Aber auch amerikanischer Hip Hop tauchte immer wieder regelmäßig dank meines besten Freundes in meinem Leben auf. Bands wie Boogie Down Productions, Public Enemy, Run DMC und naja irgendwann aber auch Fettes Brot mit den ersten deutschsprachigen Hip Hop. Danach nahm alles seinen Lauf. Der Tobi & das Bo, MC Rene diverse alte Sampler, Too Strong und einige.

„Mitschnacker" enthält die komplette EP als Remaster sowie sieben Bonus-Songs darunter unter anderem dann auch der Track „Reimheitsgebot" mit der ursprünglich fünfköpfigen Fettes Brot Urbesetzung. Daneben aber auch Stücke wie „Wir können auch anders" und „Schwarzbrot Punkrock". Speziell letzteres fällt aus dem gängigen Sound von Fettes Brot auf, denn es ist - wie der Name schon sagt - im Punkrock-Gewand vorgetragen mit Unterstützung der Band „Beggars". Schön dreckig, rau und live.

Es ist echt schön, das Album mal wieder zu hören und zu sehen, wie die Band damals geklungen hat. Eines meiner liebsten Album von Fettes Brot (zusammen mit „Auf einem Augen blöd" zu dem ich später noch etwas schreiben werde) und eine feine Sache mit den Bonusstücken, die echt Spaß machen.

Punkte: 10 von 10