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Ferris MC - Asilant CD Kritik

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Nach „Glück ohne Scherben" gibt es mit dem neuen Longplayer „Asilant" einen Nachfolger. Versprochen wurde waschechter Battle-Rap. Ich habe es entweder überlesen oder als Spaß abgetan. Warum ich das schreibe? Das wird sich im Laufe des Textes herauskristallisieren. Oder anders gesagt: „Phönix aus dem Aschenbecher", die EP, die überraschenderweise noch vor „Asilant" „spontan" erschien, wäre sinnvoller für mich gewesen. Textlich gesehen. Ist aber jetzt auch egal und ich keine Zeit aktuell, um das mit der EP noch nach zu holen.

„Asilant" ist tatsächlich voll von „Street"-Sprech und das, was ich im Allgemeinen als verbale Ausrutscher betitel. Oder anders gesagt: Eine Platte voller Dirty Talk - nur ohne die sexuelle Note - lies: nichts zum antörnen, sondern eher Beleidigungen a la Carte und dadurch schwer vorhersehbar.

Daher kann und möchte ich nicht näher auf die Texte eingehen. Musikalisch gibt es eigentlich auch kein Highlight. Typischer Sound, wie ich finde, den man von Battle-Rap-Platten kennt und mich leider genau so wenig begeistern kann, wie die Texte.

Denke aber, dass es dennoch genug Leute gibt und geben wird, die sich die Platte kaufen und auch gut finden. Sonst würde Ferris MC so etwas nicht releasen. Außer es wäre ihm wirklich so egal, wie er in den Songs wiederholt betont. Leider habe ich etwas ganz anderes erwartet und Beleidigungen statt (sozial-)kritische Texte bekommen. Die Kritik am Business hier zähle ich jetzt mal nicht dazu. Das kann auch Ferris MC um einiges besser.

Punkte: 3 von 10