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Eselsmesse von Tanzwut CD-Kritik

15/01/2016 08:39 CET | Aktualisiert 15/01/2017 11:12 CET

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Meinen Einstieg mit mittelalterlicher Musik hatte ich mit Corvus Corax. Ich bin mir nur aktuell nicht sicher, ob ich Viator erstanden habe und dann einige vorherige Alben gekauft habe oder ob es sich umgekehrt verhandelt hat und ich Viator aufgrund der älteren Alben gekauft habe. Letztendlich auch egal. Tanzwut heißen willkommen zur "Eselsmesse".

Es dürfte unlängst bekannt sein, das einige Mitglieder von Corvus Corax sich in Tanzwut wieder gefunden haben. Zum ersten Album 1999 habe ich sie sogar live gesehen. Lang ist es her.

Verständlicherweise haben sich Tanzwut geändert und stehen eigentlich für Musik, die sich nicht ausschließlich auf mittelalterliche Instrumentation verlässt, sondern auch elektrische Gitarren und elektronische Elemente mit einbringt.

"Eselsmesse" ist back to the roots und ein mittelalterliche Album. So intensiv wie damals höre ich dieses Genre nicht mehr. Früher habe ich mich zu sehr auf eine Sache eingeschossen und mich allen anderen Dingen verschlossen, was mir nie gut getan hat auf langer Sicht. Aber ganz werde ich von den mittelalterlichen Klängen nie wegkommen.

Das aktuelle Werk zeigt die Band wieder einmal in Höchstform. Es gibt viel Melodie und auch textlich einiges. Man kann definitiv dazu tanzen, es sollte aber bitte keinen so unglücklichen Ausgang nehmen wie bei der eigentlichen Tanzwut im Mittelalter. Ob jemand nun eine Messparodie, denn genau dies ist die Eselsmesse, feiern möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Den Soundtrack dazu hätte man ja schon.

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