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Down Below im Interview

05/11/2015 11:52 CET | Aktualisiert 05/11/2016 10:12 CET

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(c) SPV / Down Below; Auf dem Bild: Down Below

Kürzlich ist das neue Down Below Album „Mutter Sturm" erschienen. Anlässlich des Releases gibt es hier ein Interview mit Frontmann / Sänger Neo von Down Below. Wir sprachen über die abgesagte Tour, neue Tour, dem Album und einigen mehr. Viel Spaß beim Lesen des Interviews.

1. Die Tour mit Joachim Witt musste wegen einer Kehlkopfentzündung abgesagt werden. Ich hoffe das konnte mittlerweile verheilen. Wir sehr kämpft ihr mit einer Angst, wenn so etwas passiert? Was für folgen hat das für die Band, den Sänger, auf die Planung? Als Zuschauer sieht man ja immer nur das Kleine, einen Ausschnitt, aber eigentlich nie die ganzen Sorgen und die Arbeit, die damit verbunden ist.

Die Angst davor nicht mehr singen zu können ist für mich natürlich ausschlaggebend gewesen, die Tour abzusagen.

Wir sind aber glücklich da seitens der Fans soviel positive Rückmeldungen und Genesungswünsche kamen, die sicher auch dazu beigetragen haben, dass es mir schnell wieder besser ging.

2. Um noch weiter anzuknüpfen: Wird es eine erneute Tour geben, wenn die Genesung und die Umstände es zulassen?

Wir wollen natürlich zurück auf die Bühnen, immerhin sind wir dort ein Stück weit zu Hause und uns würde etwas fehlen im Leben, wenn wir nicht mehr spielen könnten. Dennoch muss ich auch im nächsten Jahr noch etwas haushalten.

Wir werden Konzerte spielen, das kann ich schon mal sagen. Eine zusammenhängende Tour über mehrere Wochen kann ich mir im Moment allerdings noch nicht vorstellen.

3. „Mutter Sturm" ist das sechste Album von Down Below. Im Durchschnitt kam also alle zwei Jahre ein neues Werk von euch. Woher kommt die Inspiration dazu?

Ich glaube Musik steckt in jedem Menschen. Ich habe nur die Gabe das was mir einfällt auch umzusetzen und anderen zu Gehör bringen zu können. Das Schreiben von Musik ist meine Leidenschaft. Sie prägt und bereichert mein Leben ungemein. Inspiriert werde ich dabei durch alles, was mich umgibt, was Lebendigkeit ausstrahlt.

4. Was waren die Inspirationen für „Mutter Sturm"? Worum drehen sich die Texte auf dem neuen Album?

Es gibt hier in unserer Heimat eine Hochwasserschutzanlage mit dem Namen „Mutter Sturm". In den Texten geht es in erster Linie um Sturm, Wasser und Naturgewalten. Wobei Mutter für den Anfang und das Leben an sich steht. Während der Sturm zeitgleich dessen Kraft und Unbeständigkeit symbolisiert.

Die Jahrhundertfluten und die Elbe prägen das Leben der Menschen hier und somit auch uns. Man findet in den Texten in zweiter Ebene immer auch die Metapher die auf das Leben und seine schönen und schwierigen Momente hinweist.

5. Wer ist für die Musik und Texte bei Down Below verantwortlich? Und wie kann man sich die Arbeiten an neuen Stücken vorstellen?

Ich schreibe, wann immer ich eine Idee habe. Mal ist es zuerst der Text, dann überlege ich, wie Musik zu den Worten klingen kann. Oft ist es aber, dass ich ein Instrumental schreibe, mich zurücklehne und mich von der Musik zu den Bildern und von den Bildern zu den Worten treiben lasse. Das gelingt mir meist am besten und ist immer eine Reise zu mir selbst.

6. Beim Song „Leuchtturm" singt Viviana Brand, die derzeit mit den „Lochies" unterwegs ist. Wie kam es zu dem Kontakt und gibt es noch eine andere Verbindung zu ihr oder den Lochies?

Unser Bassist betreibt ein Tonstudio und begleitete Aufnahmen von Viviana. Ich habe sie dort kennengelernt und an mehreren Titeln mitgewirkt. Ihre Stimme fand ich zum Song so passend, dass ich sie einfach gefragt habe, ob sie nicht Lust hat im Refrain mit zu singen quasi als das „Licht" und „Gegenpol" zur Dunkelheit, die dem Titel auch innewohnen.

7. Während „Blut bleibt rot" für mich einen politischen Touch hat und eher mit erhobenen Zeigefinger daherkommt ist „Zu Hause" ein sehr emotionalbeladener Song. Worum dreht es sich speziell bei den beiden Stücken?

Also den Zeigefinger haben wir in dem Song ganz dringend vermieden. Wir sagen ganz einfach wie es ist. Stellen ganz simple Fakten gegenüber die einfach aufzeigen das niemand sich für besser zu halten braucht aufgrund seiner Religion, seiner Herkunft, Hautfarbe oder seines Besitzes und das gilt in alle Richtungen.

Im Song „Zu Haus" beschreibe ich das Gefühl meiner Heimat gegenüber wie es ist an den alten Plätzen zu sein, anzukommen, zurückzukehren, in Erinnerungen zu schwelgen und nach vorn zu sehen. „Zu Haus „ist der beste Abschluss, den wir für das Album auswählen konnten.

8. Wie ist Deine Erwartungshaltung mit dem neuen Album?

Ich hoffe, dass unseren Fans das Album mindestens so gut gefällt wie uns. Wir sind gespannt wie sich die Stücke live transportieren lassen. Gegen uns in den Songs die gleichen Momente, wie unsere Fans. Wir wollen gemeinsam Momente schaffen, Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben. „Mutter Sturm" kann diesem Anspruch in jeglicher Hinsicht gerecht werden und darauf sind wir stolz.

9. Schon kurz nach „Zur Sonne - Zur Freiheit" hieß es, dass am neuen Album gearbeitet wird. Gibt es auch schon jetzt erste Ansätze für das siebte Album und was kann darüber gesagt werden bisher?

Ja, die gibt es. Das Schreiben von Songs ist in meinem Fall ein stetig fortlaufender Prozess. Es gibt schon viele Ideen und Ansätze für ein weiteres Album. Aber das soll uns dieser Tage nicht beschäftigen denn jetzt ist die Ära von „Mutter Sturm" und einer Frau gibt man die volle Aufmerksamkeit sonst wird sie sauer.

10. Die letzten Worte gebühren euch. Vielen Dank für das Interview und eine schnelle Genesung!

Vielen Dank für die Genesungswünsche und das Interview, viel Spass beim Lesen und mit „Mutter Sturm" es grüßt Neo/Down Below.

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