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Die Linke befürwortet Krankenversicherung für alle

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Die Partei Die Linke befürwortet eine gesetzliche Krankenversicherung für Beamte. Laut einer Studie von der Bertelsmann Stiftung würden Bund, Länder und Kommunen bis 2030 Einsparungen von rund 60 Milliarden Euro ermöglichen, wenn eine gesetzliche Krankenversicherung für Beamte in Kraft treten würde. Auch die betroffenen Beamtinnen und Beamten würden dadurch in der Summe weniger Beiträge zahlen müssen.

Bernd Riexing, der Vorsitzende der Partei Die Linke erklärte dazu:

„Eine Krankenversicherung für alle ist besser für alle. Niedrige Beiträge, bessere Leistungen: Alles spricht für eine solidarische Gesundheitsversicherung statt Zwei-Klassen-Medizin.

Von einer gesetzlichen öffentlichen Gesundheitsversicherung, in die nicht nur Angestellte sondern auch Beamte und Selbständige einzahlen, profitieren alle. Die gute Nachricht: Im Bundestag gäbe es für ein Gesetz für eine zukunftsfeste Gesundheitsvorsorge eine Mehrheit. Die schlechte Nachricht: Den Parteien scheint der Wille dazu zu fehlen.

DIE LINKE fordert ein Ende der Zwei-Klassen-Medizin. Für eine bessere Gesundheitsversorgung für alle und für mehr soziale Gerechtigkeit braucht es eine solidarische Gesundheitsversicherung, in die alle einzahlen - egal ob Studentin, Hartz IV-Empfänger, Postbote, Unternehmerin, Manager oder Lehrer. Berücksichtigt würden nicht nur Einkommen aus Erwerbsarbeit, sondern auch Einkommen aus Vermögen.

Die Beiträge könnten sinken. Die Mehrzahl der Menschen hätte mit dem solidarischen Modell der Gesundheitsversicherung mehr Geld in der Tasche, auch die Beamtinnen und Beamten, besonders Versicherte mit kleinen und mittleren Einkommen und Familien würden profitieren.

Mit einem deutlichen Plus in den öffentlichen Haushalten könnten Bund, Länder und Kommunen zudem eine sozialere Politik und mehr Investitionen finanzieren.

Als ersten Schritt brauchen wir eine Rückkehr zur paritätischen Krankenkassenfinanzierung: Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen, die bislang allein von den Versicherten geschultert werden, müssen in gleichen Teilen vom Arbeitgeber mitfinanziert werden."