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Die 21 gefährlichsten Lebensmittel der Welt

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Was für gefährliche Lebensmittel gibt es eigentlich? Also, klar, im gewissen Rahmen kann sicherlich jede Zutat gefährlich sein: Zucker beispielsweise. Die Dosis macht das Gift, wusste man schon früher.

Hier gibt es 21 Beispiele - in keiner bestimmten Reihenfolge.

1. Fugu - Eine Delikatesse in Japan, dennoch enthält der Fisch das Neurotoxin Tetrodotoxin in seinen inneren Organen, speziell in der Leber. Wenn das Gericht nicht richtig zubereitet wird, kann es einen Menschen lähmen und zu Erstickung führen. Dankbarerweise regulieren die japanischen Gesetze wer den Fugu zubereiten darf. Köche, die das tun wollen, müssen durch eine dreijährige (oder mehr) Lehre gehen, die einem gestattet, diesen Fisch zubereiten zu dürfen.

2. Giant Bullfrog (Afrikanischer Ochsenfrosch) - Dieser Frosch wird üblicherweise in Namibia gegessen, wo es ein standardmäßig Gericht ist. Allerdings nur, wenn das Tier ein gewisses Alter erreicht hat. Jungtiere tragen mit sich ein Toxin rum, das zum Nierenversagen führen kann.

3. Akee - Die Nationalfrucht von Jamaika ist eine gefährliche Versuchung. Sie kann gefahrlos verzehrt werden, wenn sie vollständig gereift ist und wenn man sie pflückt bevor sie von Natur aus sich öffnen sowie die schwarzen Samen sichtbar sind. Eigentlich ist nur der fleischige Samenmantel essbar. Der Rest der Frucht sowie die Samen sind giftig. Sie beinhaltet Hypoglycin, ein Gift, das Erbrechen verursacht.

4. Sannakji - Dieser koreanische Favorit beinhaltet ein Babyoktopus, das in kleine Stücke geschnitten wurde während es lebte. Es wird sofort serviert. Da die Saugnäpfe des Tiere noch immer aktiv sind, können sie sich im Hals der Person festsetzen und man erstickt daran.

5. Blutmuscheln (engl. Blood Clams, lat. Name: Tegillarca granosa) - Meide Muscheln, die aus Chinas Gewässern kommen. Diese Muschel unterscheidet sich stark von anderen Muscheln, die - manche zumindest - essbar sind. Blutmuscheln leben in einer Umgebung mit geringem Sauerstoffanteil und müssen daher Viren und Bakterien aufnehmen, um die Nährstoffe zu erhalten, die sie benötigen. Dazu zählen unter anderem Hepatitis A, Hepatitis E, Typhus und Dysenterie.

6. Hákarl - Ein isländisches Nationalgericht, dass das Fleisch des Grönlandhais in fermentierter Form beinhaltet. Diese Art Hai besitzt kein Urintrakt, was bedeutet, dass der Dreck und die ganzen toxischen Substanzen über die Haut und das Fleisch gefiltert werden. Daher ist es ratsam, den Gröndlandhai niemals roh / unfermentiert zu essen.

7. Casu Marzu - Ein sardinischer Weichkäse, der aus Schafsmilch hergestellt wird. Der Käse wird nicht zugedeckt und daher nicht vor Fliegen et cetera geschützt - was beabsichtigt ist. Denn diese legen während des Reifeprozesses die Eier in den Käse. Die Maden starten dann anschließend den Fermentierungsprozess des Käses. Allerdings können die Larven, falls (versehentlich) verzehrt, sich durch Magenwände des Menschen bohren und heftiges Unwohlsein und Beschwerden auslösen.

8. Echizen Kurage - Die giftige Nomura-Qualle ernährt sich vom Thunfisch. Weshalb sich die Japaner wohl dachten, das man daraus eine exzellente Delikatesse machen könnte. Sobald die giftigen Teile entfernt wurden, kann die Nomura-Qualle ohne Probleme gegessen werden. Okay, vernünftig gekocht sollte sie auch sein, denn sonst kann das Ganze nach hinten losgehen.

9. Fesikh - Dieses ägyptische Nationalgericht wird an Shem el-Nessim, einem lokalen Frühlingsfest, gegessen. Die Meeräsche, so der Name des Fisches, der dafür genommen wird, muss dazu in der Sonne getrocknet und in Salz eingelegt werden. Dieser Prozess dauert bis zu einem Jahr, bevor man den Fisch ohne Probleme essen kann.

10. Cassava (Maniok) - Gibt es in Afrika und in Südameria und ist ein Wurzel. In den Staaten auch besser bekannt unter dem Namen Tapioka. Sie wird oft dazu genutzt Saft, Kuchen und Chips zu machen. Die Blätter und Wurzeln sind allerdings voll mit Zyanid, wenn unsorgsam zubereitet oder roh gegessen werden. Daher können sie auch tötlich sein.

11. Affenhirne - Hauptsächlich in Asien erhältlich, können Affenhirne roh, gekocht oder gebacken verzehrt werden. Der Konsum von Hirn kann zu einer Ansteckung mit der nvCJK führen. Das Kürzel steht für „neue Variante Creuzfeldt-Jakob-Krankheit". Diese ist nach neuesten Erkenntnisse unter bestimmten Umständen auch mittels Aerosole übertragbar, gilt als unheilbar und tötlich.

12. Pangium Edule (Keluak) - Diese Speise ist auch als „die Frucht, die schlecht macht" bekannt. Keluak ist für Menschen tötlich, weil Blausäure enthalten ist. Pangium Edule sollte nur gegessen werden, wenn sie ohne ihre Schale gekochte wurde und im Wasser ziehen konnte. Oder nach dem sie gekocht und dann vergraben wurde, um in Bananenblättern und Asche für einen Monat zu fermentieren. Die Blausäure, die durch das Kochen und der Fermentierung freigesetzt wird, ist wasserlöslich und kann daher leicht abgewaschen werden.

13. Holunderbeeren - Irritierenderweise befindet sich auch diese gängige Beere, die ich ebenfalls schon mal in Form von Marmelade verzehrt habe unter den giftigen Nahrungsmitteln, die diese Welt zu bieten hat. Unreife Beeren oder solche, die nicht genügend gekocht worden sind, enthalten nämlich Spuren von Zyanid. Von den Zweigen und den Kernen sollte man gänzlich die Finger lassen. Der Verzehr kann zu schlimmen Durchfall und Ikten führen.

14. Rohe Cashew(kerne) - Auch hier bin ich erstaunt, die Cashewkerne / -nüsse hier zu finden, denn ich esse sie relativ regelmäßig. Aber: Die, die ich verzehre sind mit Dampf bearbeitet worden, um das Gift Urushiol zu entfernen. Man kennt dieses Gift von dem Giftefeu. Also: Niemals wirklich rohe Cashewkerne / -nüsse essen.

15. Rote Kidneybohnen - Jetzt ist aber gut hier. Denn auch sie esse ich öfter im Jahr und war mir ihrer Giftigkeit nicht bewusst. Phytohaemagglutinin heißt hier der Giftstoff und ist ein Lektin. Rote Kidneybohnen sind nur nach kochen genießbar. Was mindestens zehn Minuten dauern sollte. Kocht es nicht oder die Kochzeit ist zu kurz, potenziert sich das Gift noch weiter!

16. Rhabarberblätter - Rhabarber enthält sogenannte Oxalsäure, das calciumzehrend. Diese Oxalsäure kann, wenn man sie verzehrt hat, tödliche Kristalle in den Nieren formen. Symptome bei einer Vergiftung sind unter anderem Atemschwierigkeiten, Unwohlsein, Durchfall, Augenschmerzen, brennen im Mund und Hals sowie roter Urin.

17. Aprikosensamen - Die Frucht mag gesund sein, aber viele ihrer Samen können tödlich sein - sofern sie in großen Mengen gegessen werden. Aprikosensteine enthalten sogenannte Cyanogene Glycoside, die vom Körper zu Blausäure verändert werden, wenn man sie isst.

18. Durian - Die extrem stinkende Frucht, die in Südostasien sehr populär ist - Anekdote: In manchen Ländern ist es aufgrund des Gestanks verboten, diese mit in öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen. Ihre Samen sind voll von cyclopropenoiden Fettsäuren, die giftig sind, wenn man sie ungekocht zu sich nimmt. Die Frucht kann zudem ebenfalls tödlich sein, wenn man sie mit Alkohol kombiniert, da es dem Körper dadurch erheblich erschwert wird, die alkoholischen toxischen Beiprodukte zu zerkleinern.

19. Silverstripe Blaasop (Lagocephalus sceleratus) - Dieser Fisch ist ein seltenes Gericht / Delikatesse in manchen Teil am Mittelmeer und im Mittleren Osten. Seine Leber, seine Haut und Organe sind sehr giftig. Eine Vergiftung kann zu starken Problemen bei der Blutzirkulation und Lähmung führen.

20. Hot Dog - Ein beliebter Favorit bei den Gerichten aber auch eine große Gefahr. Hot Dogs sind für 17% aller Erstickungsvorfälle in den USA bei Kindern bis zu 10 Jahren verantwortlich, sagt die American Academy of Pediatrics.

21. Karambole / Sternfrucht - Für alle mit schlechten Nieren: 100 Milliliter des Fruchtsafts sind giftig, weil sie Neurotoxine beinhalten, die das Gehirn und die Nerven beeinträchtigen können.