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Der Tatortreiniger - 5 Staffel DVD Kritik

17/03/2016 12:20 CET | Aktualisiert 18/03/2017 10:12 CET

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Die fünfte Staffel der TV-Serie „Der Tatortreiniger" ist kürzlich erschienen. In der Haupptrolle ist Schotty (Bjarne Mädel) zu sehen. Er ist die Verkörperung des Tatortreinigers und wenn man die Serie wider Erwarten noch nicht kennen sollte. Hier wischt jemand die letzten Reste des verstorbenen Menschen weg und redet. Entweder als Monolog oder auch als Dialog. Und versprochen: beides ist interessant, denn Schotty beschäftigt sicher immer mit existenziellen Fragen und Dingen, hilft ab und an oder bekommt eine Bestattungsvorsorge angeboten während seiner Arbeitszeit. Was einem noch irrsinnig erscheint wird in der ersten Folge der fünften Staffel zum puren Ernst.

Danach begegnet Schotty einer höchst sensiblen Dame, die am Rande des Burn-Outs taumelt und weder richtig nein sagen noch lügen kann („Das freie Wochenende"). In „Pfirsichmelba" beginnt Schottys Auftrag in einer Eisdiele. Den Besitzer hat es erwischt und es ist Sonntag. Schotty muss dennoch arbeiten. Pech für ihn, gut für eine Stammkunden. Einen Jugendlichen, der so festgefahren in seiner Gewohnheit ist, dass er das gar nicht versteht warum heute geschlossen sein sollte. Und dann geht Schotty in den Kühlraum.

In „Anbieterwechsel" macht Schotty Bekanntschaft mit einer besonderen Agentur. Einer, die Religionen und Artverwandtes verkauft. Es werden Gespräche geführt und dann die richtige Religion vermittelt damit das Suchen ein Ende hat. Ein interessantes Thema - auch für Schotty. „E.M.M.A. 206" ist ein nicht-fertiger Android an dem sich ein Wissenschaftler in einer Art Selbsttest sexuell heranschleichten wollte. Leider war etwas defekt... Autsch. Doch Schotty kann sich auch mit einem Androiden unterhalten. In „Freunde" macht der Protagonist die blöde Erfahrung, das Geld über Freundschaft steht. Er trifft zwar einen beziehungsweise später mehrere Freunde wieder, doch gewisse Dinge versteht er nicht.

Die Folgen 19 bis 24 von Der Tatortreiniger sind auch dieses Mal wieder äußerst gelungen. Zwischen schwarz angehauchten Humor, okay, manchmal ein wenig mehr, und ernsten Gesprächen ist hier alles dabei. Die Situation stellenweise etwas absurd aber durchaus realistisch erscheinend. Gute neue Folgen, die ich gerne gesehen habe. Eine der wenigen deutschen Serien, die ich mir ansehe. Vielleicht sogar die einzige. Nicht ohne Grund!

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