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Der Goldschatz von Unna - Zusammensetzung und Bedeutung des größten mittelalterlichen Münzfundes Westfalens von Beate Olmer (Hrsg.) und Reinhild Stephan-Maaser (Hrsg.) Kritik

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Im Frühjahr des Jahres 1952 stoßen Bauarbeiter in der Innenstadt von Unna auf den größten mittelalterlichen Goldmünzschatz Westfalens. Dieser wurde jedoch erst verzögert der Öffentlichkeit bekannt und so mussten sich engagierte Menschen jahrelang darum bemühen, diese aufzufinden und zusammenzutragen. Von den bisher 255 nachgewiesenen Stücken sind nach über sechzig Jahren 230 im Hellweg Museum Unna ausgestellt. In diesem Buch mit dem Titel „Der Goldschatz von Unna - Zusammensetzung und Bedeutung des größten mittelalterlichen Münzfundes Westfalens" von Beate Olmer (Hrsg.) und Reinhild Stephan-Maaser (Hrsg.) enthält daher zum ersten Mal alle Prägungen des Museumsbestandes sowie die zwölf Münzen, die in Privatbesitz sind.

Die Publikation geht verschiedenen Fragen nach. Darunter: Wer war der Besitzer des Schatzes? Auch der Weg wurde - sofern möglich - realitätsnah dargestellt vom Fund in der Stadt bis hin zu den stadt- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen.

Obwohl es ein historisches Buch ist, fand ich es dennoch interessant - außerdem war ich nach dem kostenlosen Besuch der Ausstellung im Unnaer Hellweg Museum (ja, genau, die Ausstellung ist tatsächlich kostenlos) und nach dem ebenso kostenlosen Vortrag zum Goldschatz von Unna einfach neugierig genug, um ein solches Buch zu lesen. Normalerweise ist das so gar nicht mein Gebiet. Ich finde, vielleicht liegt es einfach an der Thematik als solches (historisch, nicht der Goldschatz im Speziellen), dass ich das Thema einfach immer etwas trocken fand. Im Gegensatz zu meinen vergangenen Erfahrungen, war das noch im guten Bereich, obwohl ich mich auch hier ab und an schwer tat.

Für Interessenten dennoch eine wunderbare Ergänzung zum Museumsbesuch oder um ganz einfach allererste Informationen zu erhalten. Es lohnt sich.

Punkte: 8 von 10