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Avenged Sevenfold - The Stage Kritik

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Als der titelgebende Song „The Stage" groß angekündigt und später veröffentlicht wurde, habe ich schon große Erwartungen gehabt. Relativ schnell wurde allerdings, das ich lieber auf das Album warte und meine Erwartungen damit nochmals überprüfe. Denn „The Stage" war irgendwie unspektakulär. Die Hoffnung, dass sich das mit dem kommenden Longplayer ändern würde war groß. Doch erstmal gab es noch kein Veröffentlichungsdatum aber eine Ankündigung für ein Live-Stream-Event, das direkt auf dem Dach des Capitol Records Gebäudes stattfand. Danach war Avenged Sevenfold - laut Pressemitteilung zumindest - die erste Rock-Band, die ein Album ohne direkte Vorankündigung als CD und als Download auf den Markt los lassen.

Mit „The Stage" gibt es auch ein Konzeptalbum, das als Hauptthema „Künstliche Intelligenz" inne hat. Genau das, was sowieso schon in aller Munde ist und immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Kann man machen. Die Frage, die sich mir allerdings stellt, ist: Was nützt ein ganz nettes Thema, wenn der erste Vorbote des Longplayers und titelgebend noch dazu, nicht für Aufregung sorgt? Also, zumindest nicht bei mir. Die Texte auf dem Album wurden durch die Texte von Carl Sagan und Elon Musk inspiriert.

Während man die Band noch zu „Wakig The Fallen" als Metalcore bezeichnen konnte und darauf noch Klassiker wie „I Won't See You Tonight (Part 1)" und „I Won't See You Tonight (Part 2)" zu hören waren, brach die Band mit dem Sound auf „City of Evil" und danach eigentlich auf alle folgenden Alben immer wieder. Auf „The Stage" klingt die Band wie eine Rock-Band, die nach einer langen Pause wieder da sind oder dabei sein wollen. Aber meine Begeisterung ist hier richtiggehend zurückhaltend.

Punkte: 4 von 10