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Angels & Ghosts von Dave Gahan & Soulsavers CD Kritik

30/10/2015 10:53 CET | Aktualisiert 30/10/2016 10:12 CET

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Als die Soulsavers zum ersten Mal ein Album („The Light The Dead See", 2012) mit Dave Gahan gemacht haben, stand auf dem Cover nichts außer Soulsavers. Beim zweiten gemeinsamen Album ist man anscheinend der Meinung gewesen, das neben den Duo Soulsavers auch Dave Gahan, von Depeche Mode, stehen sollte. Der Longplayer selbst nennt sich „Angels & Ghosts".

Während Gahan bei Depeche Mode dem Synth-Pop feiert, gibt es hier Soul und Gospel mit einer nachdenklich-melancholischen Stimmung, die aber keine Schmerzen zufügt oder Narben hinterlässt. Sie lässt offen, es bleibt einem selbst überlassen, ob man den Pfad mit der Musik betritt oder einfach daneben stehen bleibt und zuhört.

Dave Gahans Arbeit zusammen mit den Soulsavers auf dem Album „Angels & Ghost" vermengt aber auch eine Prise Nick Cave in ihrer Stimmung. Ihren ganz eigenen Dreh bekommt die Musik allerdings von den Soulsavers und dem Gesang. Besonders letzterer ist hier ebenfalls mit einem hohen Wiedererkennungswert ausgestattet. Die Musik bietet aber auch den geeigneten Klangteppich dafür. Es ist hier bei egal, ob nun Klavier, Chor, Reverb-Gitarren oder andere Instrumentierungsmöglichkeiten genutzt werden.

Von dem ganzen Schmerz den der Soul und der Gospel einst in sich trug, ist hier nichts zu spüren. Es tut niemanden weh, was man hier zu hören bekommt. Was letztendlich aber dennoch - oder vielleicht deswegen - „Angels & Ghosts" zu einem guten Album für die herbstliche und winterliche Zeit macht. Und das ist auch in Ordnung. Hier gibt es dennoch Stücke, die einen mitziehen können und die eigene Laune tragen und sind damit dennoch immer noch oberhalb des Durchschnitts. Ziemlich weiter drüber.

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