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Industrie 4.0: Entscheider setzen verstärkt auf künstliche Intelligenz

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ROBOTICS
Thomas Peter / Reuters
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Intelligente Maschinen, die eine menschliche Überwachung des Produktionsprozesses überflüssig machen („Intelligent Automation") sowie flexible Arbeitszeiten und -orte („Liquid Workforce") - laut dem Technology Vision 2016 Report des Beratungs- und Technologieunternehmens Accenture bilden diese beiden Trends zwei wichtige Säulen der vierten industriellen Revolution.

Befragt wurden hierfür mehr als 3.100 kaufmännische und IT-Führungskräfte aus dem öffentlichen und privaten Sektor, Wissenschaft, Venture Capital-Firmen sowie Unternehmergesellschaften aus elf Ländern und zwölf Branchen.

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Bereits jetzt zeichnet sich ein tiefgreifender Umbruch in der Fertigung ab. Denn die zunehmende Verflechtung von Technologien und Robotics gilt als richtungsweisend in der Produktion und führt damit eine Serie von industriellen Neuerungen fort.

Angefangen mit der Verwendung von Wasserdampf, die zentrale Grundlage für die Entwicklung der Massenproduktion im 18. Jahrhundert, über die Nutzung von Elektrizität bis hin zum Einsatz von Computertechnik, um Arbeitsprozesse zu beschleunigen und zu erleichtern.

Doch wie wird Industrie 4.0 die bislang bekannte Arbeitswelt verändern? Und was bedeutet es für Arbeitnehmer und Führungskräfte, wenn in der industriellen Produktion immer häufiger intelligente Technologien zum Einsatz kommen?

Laut dem Technology Vision 2016 Report hat künstliche Intelligenz (KI) unter Führungskräften in den letzten drei Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Schon jetzt werden kognitive Roboter für die Produktion eingesetzt - beispielsweise um Mitarbeiter keiner Gesundheitsgefahr auszusetzen oder präzisere Arbeitsabläufe zu ermöglichen.

Auf diese Weise lässt sich kostengünstiger und effizienter produzieren, sodass KI-Technologien langfristig dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu erhalten und zu steigern.

Auch die zielgerichtete Aus- und Weiterbildung der bestehenden Belegschaft im Zeitalter einer vierten industriellen Revolution ist ebenfalls entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter sollten im Umgang mit neuen Technologien wie kognitiven Systemen geschult werden, um Arbeitsprozesse flexibler und schneller zu gestalten. Nur so lässt sich auch die Lücke zwischen den von Unternehmen benötigten Mitarbeitern und den am Markt verfügbaren Ressourcen schließen.

Auch die Führungskräfte sind gefordert: Um den digitalen Wandel zu bewältigen, müssen sie eine entsprechende Strategie entwickeln und umsetzen. Erfolgsversprechend kann es auch sein, sich an Best Practice-Beispielen zu orientieren und Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse mit einzubinden.

Die Veränderungen durch die vierte industrielle Revolution beschränken sich jedoch nicht nur auf den unternehmensinternen Bereich: Sie betreffen auch die Anforderungen an künftige Bewerber. Eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit, flexibel zwischen Aufgaben zu wechseln sind mittlerweile wichtiger als detailliertes Fachwissen zu besitzen.

Darüber hinaus sollten künftige Mitarbeiter offen gegenüber Veränderungen sein und die Bereitschaft mitbringen, sich kontinuierlich weiterzubilden. Für Unternehmen ist daher gewinnbringend, aktiv in die Zukunft nachfolgender Generationen zu investieren.

Dazu gehört beispielsweise die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, um bereits Jugendliche innovative Technologien näherzubringen und ihnen die Vorteile unmittelbar vor Augen zu führen.

Ob Unternehmen die Herausforderungen von Industrie 4.0 erfolgreich bewältigen, hängt in hohem Maße davon ab, wie gut ihre Mitarbeiter mit neuen Technologien umgehen können - und von einer gezielten Aus- und Weiterbildung, die über den Tellerrand des täglichen Arbeitsalltags hinausreicht.

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