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Die beste Leistung unserer Weltkriegssoldaten? Nicht zu gewinnen

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WORLD WAR II SOLDIERS
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Die Alternative für Deutschland (AfD) steht vor dem Einzug in den Bundestag; möglicherweise als drittstärkste Partei. Co-Spitzenkandidat Alexander Gauland sagt, Deutsche hätten das Recht, auf die Leistungen der Weltkriegssoldaten stolz zu sein. Olaf Storbeck, der nach acht Jahren in London ab Oktober für die britische Financial Times aus Frankfurt berichten wird, empfindet Mitleid, nicht Stolz für die Soldaten. Und Verachtung für die AfD.

Alexander Gauland, Co-Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland, hat jüngst erklärt, wir Deutsche hätten das Recht, auf die Leistungen unserer Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg stolz zu sein.

Als Deutscher, der acht Jahre in England gelebt hat und im Oktober nach Hause zurückkehrt, verstört mich diese Aussage zutiefst. Warum sollte ich stolz sein auf irgendeine „Leistung" deutscher Soldaten in diesen entsetzlichen Konflikten? Und was ist das für ein Land, in dem eine Partei mit solch abwegigen Positionen drittstärkste Kraft werden kann?

Die beste und wichtigste Leistung der deutschen Soldaten in beiden Weltkriegen war: nicht zu gewinnen. Das ist für 1939 bis 1945 besonders offenkundig. Der 8. Mai 1945 war der beste Tag in der deutschen Geschichte.

Mein Großvater väterlicherseits war einer der gut fünf Millionen deutschen Soldaten, die den zweiten Weltkrieg mit ihrem Leben bezahlten. Im Mai 2014, kurz nach meinem 40. Geburtstag, stand ich zum ersten Mal an seinem Grab. Meinen Nachnamen auf dem Grabstein eines Soldatenfriedhofs zu sehen, war für mich ein sehr bewegender Moment.

Mein Großvater starb für eine falsche Sache

Georg Werner Storbeck fiel am 3. Mai 1945. Er war 32 Jahre alt, Dienstgrad "Oberfeldmeister". Sein Grab teilt er sich mit Valentin Nickel und Edmund Löffelholz. Alle starben am gleichen Tag. Sie gaben ihr Leben für die falsche Sache. Eine verlorene Sache obendrein. Hitler war seit einer halben Woche tot, Berlin in sowjetischer Hand. Fünf Tage später war der Krieg vorbei. Sechs Wochen später wurde mein Vater geboren.

Stolz habe ich nicht empfunden in diesem Moment. Ich war traurig. Sehr traurig. Und wütend. Ein wilder Zorn auf die Politiker und Generäle, die meinen Großvater hierhin gebracht haben.

Meine englischen Freunde sagen, ich sei in acht Jahren London ziemlich britisch geworden. Für mich fühlt es sich anders an: Die Jahre in England haben mich deutscher gemacht. Mein Blick für die Stärken und Schwächen auf das Land ist geschärft.

Denn im Ausland wird man viel stärker über seine Nationalität definiert. In Großbritannien bin ich nicht einfach Olaf. Ich bin Olaf, der Deutsche.

Mehr zum Thema: Feige und eine Schande für unser Land - offener Brief eines Muslims an Alexander Gauland

Von meinen englischen Freunden habe ich viel gelernt. Humor, Gelassenheit, Großzügigkeit. Und den Besuch deutscher Soldaten-Friedhöfe.

Früher bin ich nie auf die Idee gekommen. Warum auch? Die Antwort erlebte ich im Sommer 2013. Ich fuhr mit einer Gruppe von 30 Briten eine Woche lang mit dem Fahrrad kreuz und quer durch die Normandie. An einem warmen, sonnigen Sommertag im Juni kamen wir durch das Örtchen Orglandes. Links von der Straße ein deutscher Soldatenfriedhof. Jemand ruft: „Hey, lasst uns doch hier mal kurz anhalten!"

Orglandes ist nicht einfach irgendein deutscher Soldatenfriedhof. Er ist groß, er ist gewaltig. 10152 Menschen sind hier begraben. Die meisten sind direkt am D-Day gefallen, oder in den Tagen und Wochen danach. Das Gräberfeld ist von einer hohen Mauer umgeben, von draußen kann man nichts sehen. Als Besucher betritt man den Friedhof durch einen Kapellen-ähnlichen Raum.

Den Moment, in dem ich von dort in den eigentlichen Friedhof trete, werde ich nicht vergessen. Eine gewaltige Rasenfläche, wunderschöne alte Bäume, viel Schatten. Rasen, Bäume und steinerne, dunkle Kreuze, so weit das Auge reicht.

friedhof

Sechs Namen auf jedem Grabstein, auf jeder Seite drei. „Gemeinsam im Leben, gemeinsam im Tod", sagt einer meiner englischen Freunde, ein pensionierter Geschichtslehrer. Angeblich sollen die Gemeinschaftsgräber tatsächlich die Kameradschaft betonen. Wahrscheinlicher ist, dass Platz fehlte für die vielen Toten.

Viele, die hier liegen, waren fast noch Kinder. Horst Höfler: geboren am 7. September 1924, gestorben am 6. Juni 1944. Werner Sand: geboren am 12. Juli 1922, gestorben am 10. Juni 1944. Moritz Kiesewetter aus Gösseldorf bei Ansbach ist am 9. Juni 1944 19 Jahre alt geworden. Einen Tag später war er tot. Ich habe mit 19, nach dem Abitur, meinen ersten eigenen Urlaub in Frankreich gemacht.

Eine Freundin von mir, eine echte Londonerin, bricht in Tränen aus. Ein anderer englischer Freund schlägt mir vor, im Namensverzeichnis nachzusehen. Vielleicht ist hier ein Storbeck bestattet?

Ich bin ziemlich sicher, dass ist nicht der Fall, schaue aber trotzdem nach. Ich wusste nicht, dass es bei jedem Soldatenfriedhof ein Verzeichnis gibt mit den dort Bestatteten.

Ich bin sprachlos. Zutiefst berührt. Traurig und wütend. Solch ein sinnloses Sterben für solch einen verbrecherischen Zweck!

Mit 19 in den Tod, für nichts und wieder nichts. Ich denke an das Leid, das diese Männer und ihre Kameraden während der vier langen Besatzungsjahre nach Frankreich gebracht haben.

Und das Blutbad, dass sie auf den Ständen der Normandie angerichtet haben unter den Amerikanern, Briten und Kanadiern. Unter den Männern, die gekommen waren, um Frankreich, Deutschland, Europa von der Barbarei zu befreien.

Kein Jahr später stehe ich am Grab meines Großvaters in Österreich. Er ist in der Nähe von Linz begraben. Hitlers Lieblingsstadt, welch Ironie der Geschichte. Mein Vater tut mir leid, der seinen nie kennenlernen konnte. Meine Tante tut mir leid, Halbwaise mit acht Jahren. Meine lange verstorbene Großmutter, die drei Kinder alleine durchbringen musste.

2017-09-07-1504786616-8796518-CopyofHuffPost4.pngInside AfD - Die Community für Kritiker der Rechtspopulisten

Er fantasierte 45 vom Endsieg

Mein Mitleid für Georg Werner Storbeck? Vorhanden, aber begrenzt. In der Familie wird erzählt, er habe noch 1945 in Briefen an seine Frau vom sicheren Endsieg fantasiert.

Am 3. Mai, als er von einer amerikanischen Artillerie-Granate getroffen wurde, bekam er, was Kämpfer für Nazi-Deutschland verdienten. Wären mein Großvater und seine Kameraden nur ein bisschen erfolgreicher gewesen, hätte Deutschland Europa auf Dauer versklavt, Millionen weitere Menschen wären gestorben.

Der Vernichtungskrieg im Osten und der Holocaust sind schon so das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Sie haben es zum Glück nicht vollenden können. Soll ich darauf stolz sein, Herr Gauland?

Es gibt Leistungen deutscher Weltkriegssoldaten, auf die ich stolz bin. Der Weihnachtsfrieden von 1914. Deutsche, französische und britische Truppen ignorierten die Befehle, verließen die Schützengräben und spielten Fußball.

Leutnant Friedrich Lengfeld, der 1944 in der Schlacht im Hürtgenwald einen schwer verwundeten amerikanischen Soldaten aus einem deutschen Minenfeld zu retten versuchte und starb.

Der 20. Juli 1944, als Claus Schenk Graf von Stauffenberg und andere Wehrmachtssoldaten versuchten, Hitler zu töten.

Ob Gauland die gleichen Beispiele im Sinn hat? Er nennt in seiner Rede keine Beispiele. Ich habe die AfD via Twitter gebeten, bei ihm zu erfragen, welche Leistungen er konkret meint - und, um die Auswahl zu erleichtern, den Wikipedia-Eintrag zu den Verbrechen der Wehrmacht mitgeschickt. Komischerweise hat die Partei bis heute nicht geantwortet.

Aber genug Polemik. Selbst Gauland kann nicht stolz sein auf unsere Kriegsverbrechen. Was er möglicherweise meinen könnte, ist: Während des Krieges gab es zahllose Beispiele für tapferes, heroisches Verhalten einzelner Soldaten; viele setzten selbstlos ihr Leben aufs Spiel, um Kameraden zu retten.

Doch solch gute Taten auf der Mikro-Ebene waren die Voraussetzung für das schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte.

Gibt es Gutes im Schlechten? Ich weiß es nicht. Aber die Tapferkeit des individuellen Soldaten wird durch die böse Sache, für er kämpft, entwertet.

Der einfache deutsche Soldat hatte kaum eine Wahl, als in den Krieg zu ziehen. Es herrschte Wehrpflicht, man wurde einberufen, ob man wollte oder nicht. Aber zu viele Wehrmachtsangehörige verwandelten sich zu schnell in willige Vollstrecker. Und zu wenig zeigten wenigstens passiven Widerstand.

Mehr zum Thema: "Das wohl letzte Geheimnis des Zweiten Weltkriegs": In einem US-Lager arbeiteten deutsche Juden am Sturz Hitlers

Sicherlich, auf allen Seiten taten die einzelnen Soldaten nur ihre Pflicht - doch der eine hatte das Glück, für einen guten Zweck zu kämpfen, während der andere die Barbarei zu verteidigen versuchte.

Es ist moralisch ein entscheidender Unterschied, ob ein Soldat über sich hinaus wächst, der an Omaha Beach landet, oder der in Stalingrad eingekesselt ist.

Welche Schuld tragen wir heute?

Wir können die individuellen Taten nicht losgelöst von der politischen Gemengelage und den Kriegszielen der Befehlshaber betrachten.

Der Bankräuber, der sein Leben riskiert, um einen Polizisten zu erschießen und den Komplizen zu retten, ist ja auch kein Held.

Ich - und all die anderen Generationen - die das große Glück hatte, keine Rolle im Vernichtungskrieg und Holocaust spielen zu müssen, tragen natürlich keine persönliche Schuld an den zwischen 1933 und 1945 in deutschen Namen begangenen Verbrechen.

Wie sollten wir? Wir haben nicht darum gebeten, als Deutsche geboren zu werden. Wir tragen trotzdem Verantwortung.

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Wir wissen, was passiert ist; und wir müssen uns der Taten, der schlimmen Fehler unserer Großväter und Urgroßväter bewusst bleiben.

Wir dürfen sie nicht schönreden, nicht zu relativieren versuchen. Natürlich aus Respekt vor den Opfern. Aber auch aus nacktem Eigeninteresse.

Deutschland ab 1933 ist ein Beispiel dafür, wie schnell ein moderner, zivilisierter, kulturell fortgeschrittener Staat in die Barbarei fallen kann. Heute leben wir in einer anderen Zeit. Aber die zivilisatorische Fassade ist zerbrechlicher als wir glauben.

Ein blutiges Missverständnis

Gauland erwähnt in seiner schwer erträglichen Stolz-Rede explizit auch den ersten Weltkrieg. Dieser verdient ein differenziertes Urteil. Der Kriegsausbruch war ein blutiges Missverständnis.

Alle beteiligten Mächte teilen sich die Verantwortung. Deutschland die alleinige Kriegsschuld zuzuschreiben, wie im Versailler Vertrag geschehen, ist absurd.

Und doch bin ich froh, dass das Deutsche Reich nicht als Sieger hervorgegangen ist. Es war ein undemokratischer, imperialistischer Obrigkeitsstaat.

Im Laufe des Krieges hatte es sich de facto in eine Militärdiktatur verwandelt. Die brutalen Bedingungen, die Deutschland 1917 in Friedensvertrag von Brest-Litwosk Rußland diktierte, zeigen, wie sich Deutschland den "Siegfrieden" vorstellte.

Ein Europa, dominiert von Kaiser Wilhelm II, Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff wäre ein furchtbarer Ort gewesen.

Und was meint Gauland, wenn er sagt, wir hätten das "Recht", auf die Leistungen unserer Weltkriegssoldaten Stolz zu sein?

Natürlich haben wir das. Es gibt kein Gesetz, das ihm das verbietet. Juristische Probleme bekommt in Deutschland, wer den Holocaust leugnet oder öffentlich verfassungsfeindliche Symbole wie das Hakenkreuz benutzt.

Ich hoffe, dass Gauland und seine Partei zustimmen, dass diese Gesetze sinnvoll und richtig sind. Aber es gibt keine Grenzen dafür, die Alexander Gauland vorschreiben, vorauf er Stolz sein darf oder nicht.

Gaulands Ausbruch ist eine rhetorische Nebelkerze

Wenn es denn seine geliebten Weltkriegssoldaten sein sollen, bitte schön. Jeder anständige Deutsche hat das Recht, ihm öffentlich zu widersprechen. Solche Debatten machen eine pluralistische Gesellschaft aus.

Gaulands "Wir haben das Recht"-Formulierung ist in Wahrheit eine rhetorische Nebelkerze. Er spricht es nicht aus, und er würde diese Interpretation von sich weisen, aber was ankommen soll, ist: "Wir sollten darauf stolz sein, was unsere Soldaten in den Weltkriegen alles Tolles erreicht haben."

Es handelt sich dabei um den zynischen Versuch, das tragische Schicksal mehreren Generationen deutscher Männer im Wahlkampf auszuschlachten. Herr Gauland, Sie verhöhnen meinen Opa!

Er missbraucht diejenigen, die das Pech hatten, von deutschen Regierungen in unnötige, sinnlose Kriege einberufen zu werden.

Was ist seine Motivation? Viele Stimmen für die AfD, die drittstärkste Partei werden könnte, kommt aus der frustrierten Mittelschicht, die Angela Merkels Flüchtlingspolitik ablehnt und die vermeintliche Islamisierung befürchtet.

Diese Leute stehen rechts von der Mitte, aber die allermeisten von ihnen sind keine Neonazis.

Mehr zum Thema: Gaulands Chef-Stratege packt aus: So hetzt die AfD Bundeskanzlerin Merkel den Mob auf den Hals

Gaulands Rhetorik ist ein strategischer Zug, um zusätzlich Wähler von rechtsradikalen Splitterparteien zu binden.

Das könnte der AfD einen oder zwei zusätzliche Prozentpunkte einbringen, solange nicht gleichzeitig die moderaten Mittelschicht-Unterstützer vergrault werden. Viele von denen sind vermutlich so empört über Merkels Flüchtlingspolitik, dass sie so oder so ihr Kreuz bei der AfD machen werden.

Es ist eine Schande, dass zum ersten Mal seit Jahrzehnten solch rechte Politiker in den Bundestag einziehen werden. Der Wahlkampf der AfD, die Aussagen führender Politiker auf Twitter und Facebook, sind weit jenseits von gutem Geschmack und Anstand.

Die Partei leidet unter vielen intellektuellen Widersprüchen. Eines betrifft den Umgang mit der deutschen Geschichte. Einerseits fordert sie, die Geschichte dürfe nicht auf die zwölf Jahre zwischen 1933 and 1945 beschränkt werden. Andererseits sagt Gauland, wir könnten auf die Weltkriegssoldaten stolz sein.

Quintessenz: Wir sollen nicht immer nur an den Krieg denken - wenn aber doch, dann bitte schön mit positiven Gefühlen?

olaf storbeck

(Autor Olaf Storbeck, Fotograf: Frederik Pajunk)

Die AfD führt eine Phantomdebatte, die einen Minderwertigkeitskomplex ihrer Anhänger offenbart.

In Wahrheit reduziert schon lange niemand mehr die deutsche Geschichte auf die Nazi-Zeit. Das ist ein Mythos. Fakenews.

Man denke nur an die Ausstellung „Deutschland - Erinnerungen einer Nation", die 2014/15 im British Museum zu sehen war. Eine gewaltige Liebeserklärung an Deutschlands kulturelles Erbe, seine Geschichte, seine Vielfalt, seinen intellektuellen und künstlerischen Tiefgang. Im Herzen der britischen Hauptstadt.

Derzeit zeigt die Tate Liverpool eine viel gerühmte Ausstellung zur deutscher Kunst zwischen 1919 und 1933.

Das Ausland beneidet uns

Tatsächlich ist die Anerkennung, Bewunderung und unterschwelliger Neid auf Deutschland in Großbritannien - und generell im Ausland - bemerkenswert.

Die Menschen hier himmeln deutsche Autos an, deutsche Ingenieurskunst, deutsche Effizienz, deutsche Wirtschaftskraft. Dass viele unserer vermeintlichen Stärken in der Realität bei weitem nicht so gut sind wie ihr Ruf, wird meist übersehen. Man denke nur an Volkswagens Emissionsbetrug.

Das Ausland beneidet uns auch - ja, ich weiß, es ist bisschen peinlich - um Angela Merkel, "Führerin der freien Welt" (The Guardian).

Die Bundeskanzlerin wird bewundert wegen ihres unprätentiösen Regierungsstils, ihrer persönlichen Integrität und ihrer vermeintlich erfolgreichen Wirtschaftspolitik.

Das ist natürlich eine verzerrte Wahrnehmung. Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer etwas süßer. Die Zeiten, in denen man sich in Europa als Deutscher verstecken musste, sind passé.

Mehr zum Thema: "Ich bin kein Nazi" - Psychologe erklärt, was im Kopf eines AfD-Wählers vor sich geht

"Diese zwölf Jahre" werden uns schon lange nicht mehr vorgehalten, Herr Gauland!

Und natürlich gibt es viele gute Gründe, auf Deutschland stolz zu sein. Deutschlands tief verwurzelter Föderalismus. Martin Luther. Der frühe Parlamentarismus der Frankfurter Paulskirche von 1848. Die Begründung des Wohlfahrtsstaats durch Bismarck. Unser Grundgesetz. Das Bundesverfassungsgericht. Willy Brandts Ostpolitik und der Friedensnobelpreis dafür. Die unblutige Revolution von 1989; die friedliche Wiedervereinigung.

Aber die Leistung unserer Weltkriegssoldaten? Das haben wir nun wirklich nicht nötig.

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