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David Cameron verpflichtet Muslimas zum Englisch unterricht - das ist der wahre Grund

02/02/2016 12:33 CET | Aktualisiert 02/02/2017 11:12 CET
ullstein bild via Getty Images

Der britische Premierminister David Cameron ist der Meinung, dass muslimische Frauen ohne Englischkenntnisse nicht integrierbar sind und dieser Umstand zu Zwangsehen, zu Gewalt in der Familie oder sogar zum Beitritt in die IS führen kann.

Cameron sagte gegenüber der BCC, dass auf die Englischkenntnisse verschärft geachtet werden sollte. Er betonte, dass jene, die dieses Angebot nicht nutzen, mit Sanktionen rechnen müssten.

Zur Überprüfung soll nun nach dem ersten Test bei der Einreise, ein zweiter nach zweieinhalb Jahren folgen - und Fortschritte dokumentieren.

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Augenmerk liegt auf der muslimischen Frau, die sozial isoliert und ignorant sei

Cameron sagte dem Sender BBC unter anderem, dass es kein garantiertes Bleiberecht mehr geben werde, auch für Mütter von in Großbritannien geborener Kinder, wenn diese nicht Englisch lernten. Denn darin stecken dem Premier zufolge Gefahren.

Doch auch viele nichtmuslimische Zuwanderer und Zuwanderinnen mögen Englischdefizite haben, an gutem Englisch mangele es selbst unter gebürtigen Briten. Aber dennoch liegt das Augenmerk auf der muslimischen Frau, die sozial isoliert und ignorant sei.

Leider haben wir meistens eine fest gefügte Meinung über Menschen, die wir gar nicht kennen. Wenn von muslimischen Frauen die Rede ist, stellen wir uns eine Gruppe von Frauen vor, am besten mit einem Kopftuch und bodenlangen schwarzen Mänteln. Meistens sind diese Frauen einige Schritte hinter ihren Ehemännern zu sehen, beim Einkaufstüten tragen oder Kinderwagen schieben.

Wir nehmen diese Bilder als selbstverständlich hin

Nie stellen wir uns eine muslimische Frau als Rechtsanwältin, Erzieherin oder Journalistin an ihrem Arbeitsplatz vor. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass sehr selbstbewusste, außerordentlich emanzipierte, ökonomisch unabhängige Musliminnen auch unter uns leben. Was wäre, wenn in den spanischen Medien, immer wenn es von den Deutschen die Rede ist, permanent Bilder von Deutschen Ballermann-Touristen gezeigt würden?

Zwar ist das natürlich auch ein Teil der Realität, aber ist dies so zu verallgemeinern? Es ist eine verzerrte Realität, welches mit Klischees befleckt ist. Weltweit gibt es mehr als 1,57 Milliarden Muslime, denen man Eigenschaften andichten will, die nur ein geringer Prozentsatz besitzt.

So werden Vorurteile geschürt gegen eine ganze Religionsgemeinschaft.

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